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Kreditkarten Gebühren

Banken und Twint – fehlender Wettbewerb Das Kreditkarten-Business verdient kräftig an der Konsumfreude – ob Stationär oder im Distanzgeschäft (Online). Mit den neuen mobilen Bezahlsystemen wie Apple Pay, Google Pay, Samsung Pay etc. drängen weitere Akteure in den Bezahl-Markt und wollen teilhaben am reichlich angerichteten Ertragsbuffet. Apple Pay und Google Pay – für Schweizer Banken ein rotes Tuch, denn sie wollen ungern weiteren Player am Ertrag teilhaben lassen. Vordergründig wird auf Swissness gemacht und Twint vorgehalten. Geht es jedoch um einfach verdiente Millionen-Erträge, sind Kundenbedürfnisse den Schweizer Banken sekundär. Akteure im Zahlungskartenmarkt Die vordergründigen Akteure Konsument (Karteninhaber), Händler und Lizenzgeber wie Mastercard und Visa sind bekannt. Weniger augenscheinlich sind die Akteure Acquirer und Issuer. Es wird kräftig Geld verdient – nicht ausschlieslich von Visa und Mastercard, wie oft gemeint. Die Akteure in der mittleren Verarbeitungskette langen kräftig zu. Am Ende des Futtertrogs sind die Händler. Brisant – in der Schweiz stammen Acquirer und Issuer oft aus einem Unternehmensnetzwerk. Acquirer / Verarbeiter Acquirer schliessen als Vertragsbank des Händlers diesen mittels Vertrag an ein internationales Kartennetz an …

Patrick Huber 5. Mai 2019
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Kredit-/Debitkarten Schweiz

17,5 Millionen Kredit- und Debitkarten Über 17,5 Millionen Kredit- und Debitkarten sind laut der Schweizerischen Nationalbank (SNB) in der Schweiz im Umlauf. Das ist eine Erhöhung aktiver Maestro-, Mastercard- und Visakarten um +2.8% gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Karten-Transaktionen hat im 2018 einen Höchststand erreicht: Über eine Milliarde Transaktionen wurden letztes Jahr im stationären Handel mit der Kredit- oder Debitkarte getätigt. Kredit- und Debitkarten in der Schweiz Inländische Kredit- und Debitkarten. Präsenz-Zahlungen im Inland. Datenstand: 31.12.2018 – data.snb.ch Debitkarten Kreditkarten Karten im Umlauf 10,6 Mio. 6,9 Mio. – Veränderung ggü VJ +1.3% +5.1% Transaktionen 882 Mio. 203 Mio. – Veränderung ggü VJ +14.3% +13.9% ∅-Betrag pro Transaktion 53 CHF 83 CHF Die aktiven Kreditkarten haben sich gegenüber dem Vorjahr um +5.1% erhöht. Das Volumen liegt bei 203 Millionen Transaktionen. Die Debitkarte ist weiterhin das beliebteste Zahlungsmittel. Auch Kleinbeträge unter 20 Franken werden vermehrt mit der Debitkarte bezahlt; die NFC-Funktion begünstigt postiv das Verhalten. Der durchschnittliche Transaktionsbetrag liegt dementsprechend deutlich tiefer. Betragshöhe, Zahlungsort und Zahlungssituation (stationärer Handel oder Einkauf im Internet) spielen eine wesentliche Rolle …

Patrick Huber 5. Mai 2019
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Distanz zum Kerngeschäft – die neue Befähigung

Strassenbau und Digitalisierung «Die Verkehrskommission setzt weiter auf Beton statt Intelligenz», schrieb Jürg Grossen, Präsident der Grünliberalen Schweiz in seinem Tweet vom 6. November 2018. Die Aussage ist realbezogen und gegenwärtig: Denken im geschlossenen System. In Zeiten eines permanenten Wandels ist neues Denken Voraussetzung für neues Handeln  – Nicht durch Veredeln von Bestehendem, sondern durch grundlegendes Umdenken werden dringend nötige Problemlösungen sicht- und greifbar. Inhaltsübersicht Fähigkeit, Verbindendes zu erkennen Distruption statt Evolution Beispiel Transport for London (TfL): «Contactless to pay» Zu guter Letzt: Abwarten birgt Risiken Gemeinsamkeit – die fehlende Fähigkeit Verbindendes zu erkennen Nach Statistik ist die Weiterbildung auf einem noch nie dagewesenen hohen Niveau. Lebenslanges Lernen. Dennoch, sequentielles Denken hält sich hartnäckig: So werden beispielsweise Verkehrschaos, Stau und damit einhergehender Stress aller Beteiligten durch weiterer Ausbau des Strassennetzes bekämpft. Dem Problem selbst wird damit nichts entgegen gehalten. Flexibilisierung von Arbeitszeiten und New Work fördern und annehmen. Einfache Lösungen erkennen. Setzt jedoch eine Verhaltensänderung im Denken und Handeln voraus, auf Arbeitgeber und -nehmerseite. Hier liegt der wunde Punkt: fehlende Fähigkeiten zur Auseinandersetzung und mangelnde …

Patrick Huber 17. Dezember 2018
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Mobbing im Internet – Schattenseite der Digitalisierung

Im Internet wird gelebt, gearbeitet, gelernt, informiert und vieles mehr. Wir verbringen einen immer grösseren Teil der Zeit online. Reale Welten verbinden sich mit der Virtualität. Mobbing verlagert sich vom Arbeitsplatz, Pausenplatz und Stammtisch in die virtuelle Welt. Beschimpfungen, Beleidigungen, Drohungen – Hass und Hetze (Hatespeech) sind verbreitet, jedoch oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. Cybermobbing. Die Rückseite der Digitalisierungs-Medaille. Wir sind aufgefordert, wachsam zu sein. Ein Gespräch mit Jolanda Spiess-Hegglin Cybermobbing ist nicht – wie oft angenommen – einzig und allein eine Angelegenheit der Jugend. Verschiedene Altersgruppen unterscheiden sich lediglich in der Anwendung der Medien. Jolanda Spiess-Hegglin engagiert sich im Verein #NetzCourage – the hatespeech ambulance. Ich habe Jolanda persönlich getroffen, um mehr über ihre Arbeit zu erfahren. NetzCourage – wer seid ihr, was macht ihr? Im Oktober 2016 gründeten wir den Verein #NetzCourage – the hatespeech ambulance. Ein Verein, welcher einerseits als Instrument dienen soll, den Internet-Hass in der Öffentlichkeit zu thematisieren, andererseits aber vor allem betroffenen Menschen Hilfe anbietet. Sei dies nun Hilfe bei juristischen Schritten, persönlichen Gesprächen oder durch generellen …

Patrick Huber 13. August 2018
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Der Zeit voraus – Revolut, Aldi Mobile

«Menschen sind ihrer Zeit voraus, wenn sie (…) einfache Lösungen für drängende Fragen aufzeigen», titelte die Sendung «Kulturplatz» SRF im 2016. Es gibt zahlreiche Produkte die der Zeit voraus sind. Auf meinem Blog digitalmedia.ch versuche ich frühzeitig auf nutzbringende Innovationen hinzuweisen. Gebührenvergleiche – Jährlich grüsst das Murmeltier Gebührenvergleichsportale und Online-Medien berichten wiederkehrend von möglichen Produktalternativen mit dem Ziel, Gebühren zu sparen. Abermals Produkte und Gebühren zu vergleichen ist mühsam und zeitaufwendig. Verlorene Lebenszeit. Warum nicht gleich von Beginn auf das passende Produkt setzen? Ob Gebühren sparen beim Telefonieren oder Geldausgeben – Leser von digitalmedia.ch erfahren Trends mit Mehrwert. Der Zeit voraus. Zwei Beispiele: Schweizer Kreditkartengebühren Anfang Juli 2018 hat moneyland.ch passend zur Sommerzeit die Gebühren-Analyse 2018 publiziert. Im Fokus stehen die Kreditkarten von Mastercard und Visa von Schweizer Herausgebern (Issuer) wie Swisscard, Viseca, CornèrCard. 784 Wörter beziehungsweise gut 5’300 Zeichen umfasst die Mitteilung vom 4. Juli 2018. Der tatsächliche Detailvergleich ist da noch nicht mitgezählt. Revolut Seit Sommer 2017 nutze ich für den Einkauf in Fremdwährungen (online und stationär) ausschliesslich die Mastercard von Revolut. Auch …

Patrick Huber 13. August 2018

Netzneutralität fällt

Bildquelle: «Parlamentsdienste 3003 Bern» Im politischen Meinungskampf ist das Internet wichtiger denn je. Fake-News und alternative Fakten sind allgegenwärtig – jegliche politische Couleur bedient sich dessen. Politiker-/innen und (Bezahl-)Medien verlangen Massnahmen zum Schutz des Volks vor politisch-/digitaler Manipulation. Ist dies ehrlich gemeint oder bedienen sie sich selbst aus Eigeninteresse an möglichen Alternativen-Fakten? Medienkompetenz beginnt mit dem Verstehen von Texten und dem Erkennen der Motive – ausgesprochene Motive wiedergeben längst nicht die inneren (Handlungs-)Werte einer Person, eines Politikers etc. Sollte es tatsächlich so schlimm sein (Beeinflussung des Volks), wie manche Politiker und Medienhäuser darlegen, so hat meines Erachtens, die Bildungspolitik versagt. Netzneutralität bedeutet auch, uneingschränkter, selbständiger und unzensurierter Zugang zum Internet. Anhand der Vorlage «Geldspielgesetz» zeige ich auf, wie wichtig die Internet-Neutralität ist. Neues Geldspielgesetz An und für sich ist das neue Geldspielgesetz kein reines IT-/Digitalisierungs-Thema. Die Umsetzung, beziehungsweise Sicherstellung jedoch schon: Den ausländischen Anbietern wird mittels Netzsperre der Marktzugang verhindert. Im Klartext: der Aufruf eines ausländischen Online-Casinos wird uns verunmöglicht. Die Grundidee des neuen Geldspielgesetz ist gut angedacht. Nur die Umsetzung ist nicht akzeptierbar. Fakt …

Patrick Huber 13. August 2018

Digitalisierung im politischen Alltag

Bildquelle: «Parlamentsdienste 3003 Bern» Auch in der Politik ist die Digitalsierung zunehmend spürbar, beispielsweise in Form von Gesetzgebungen zur Digitalisierung (direkt/indirekt) oder von permanenter Einsicht in Geschehnisse des politischen Alltags. Die Digitalisierung ermöglicht der Gesellschaft eine gänzlich neue Einflussnahme und Einsichtnahme. Was für das Volk von Vorteil ist, kann zum Nachteil des Politikers sein – je nach Sichtweise. Der zweiteilige Artikel zeigt auf, wie die Digitalisierung einen Einfluss in den politischen Alltag der Schweiz hat: Initiativen und Referenden – parteilose Kommitees nutzen digitale Möglichkeiten. Digitalisierung schafft Transparenz – gefällt nicht immer allen. Direkte Demokratie Wir haben das letzte Wort. Ein hohes und schützenswertes Gut. Parteilose Kommitees nutzen digitale Möglichkeiten Die Digitalisierung bietet eine Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten und geht weit über bereits bekannte Anwendungsmöglichkeiten – vorausgesetzt, Einfachheit bleibt im Fokus des neuen Denkens. Referendum gegen Versicherungsspione Möglichkeiten der Digitalisierung erkennen. Einzelpersonen engagieren sich politisch und äussern sich zu einem Entscheid des Parlaments. Mit Hilfe der Digitalisierung prüfen und ergreifen die Initianten das Referendum gegen das vom Parlament verabschiedete Versicherungsgesetz. Überwachung, Versicherungsgesetz und Versicherungsspione – kurz erklärt. …

Patrick Huber 13. August 2018

Digitalisierung – Totengräber des Fachhandel

«Droht durch die rasante Ausbreitung des Online-Handels eine weitere Verarmung der Städte?», fragt beispielsweise die NZZ in ihrem Artikel vom 30. Mai 2017. Die Grossverteiler wiederum machen den Einkaufstourismus und Markteintritt von Aldi und Lidl für das «Lädelisterben» und somit für den Wegfall der Vielfalt an Fachgeschäften in Städten und Dörfern verantwortlich. Je nach Eigeninteressen oder einem nicht vorhanden Eingeständnis sind die Gründe für den Niedergang schnell gefunden und werden medial zweckbestimmend weiterverbreitet. Im Besonderen die Grossverteiler nutzen ihre Marktdominanz und tragen dank enormen Werbebudgets ihre (Eigen-)Interessen über die Medien in die Wohnzimmer von Schweizer Konsumenten. Der Onlinehandel bestätigt, was längst Gegenwart ist Der Niedergang der Vielfalt an (Fach-)Detailisten hat in den 80-er Jahren eingesetzt und sich kontinuierlich über viele Jahre fortgesetzt. «Lädelisterben», die Folge einer Marktdominanz von Migros und Coop. Begonnen hat das «Lädelisterben» mit Geschäftsaufgaben von kleinen und mittleren Lebensmittelläden. Es folgten Übernahmen und zugleich Wegfall von Warenhäusern wie EPA und ABM in mittelgrossen Städten und seit Beginn der Nullerjahre betrifft es auch Fachgeschäfte. Marktdominanz Migros und Coop Masken sind Gesichter, die nicht lügen, so ein Zitat von Manfred Hinrich (1926 – 2015).  Die …

Patrick Huber 17. April 2019
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Abofalle statt Schnäppchen

In den digitalen Medien ist das Thema «Abofalle statt Schnäppchen» ein Dauerbrenner. Gut so, man kann es nicht oft genug sagen: Vorsicht vor dem «Schnäppchen». Besonders im Online-Handel ist die Gefahr gegenwärtig. Alles andere als ein Schnäppchen Alles andere als ein Schnäppchen. Was ist damit gemeint? Im Nachhinein ist man immer schlauer: der (Aktions-)Preis lockt, die Verführung ist stärker als der gewünschte Nutzen, oder das Zeug hätte ich gar nicht gebraucht die Folgekosten belasten mangelnder Konsumentenschutz, lange Vertragsbindung Der Online-Handel nutzt für ihr Business das Verhalten der menschlichen Schwäche. Unternehmen denken ökonomisch, verständlich. Aktionen und Rabatte sind nicht kostenlos, daher muss der tiefere Preis irgendwie kompensiert werden. Nämlich, lange Vertragsbindungen generieren Gebühren als Dauereinnahmequelle. Die Abofalle hat zugeschnappt. Glücklicherweise gibt es viele lobenswerte Unternehmen, die ihre Kunden und Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen. Gut so. Die Abofalle hat zugeschappt Der Online-Handel blüht; Goldrausch wie dazumal im Wilden Westen. Die Rabatte und Spezialangebote sind inflationär feststellbar. Warum das so ist, erkläre ich Ihnen. Nur bei Online-Bestellung Die verlockenden Angebote gelten auffallend oft nur bei einem Online-Abschluss. Argumentiert wird mit Kosteneinsparungen dank automatisierten und digitalen Prozessen. Meint …

Patrick Huber 24. September 2018

Mobiles Surfen mit bis zu 300 Mbit/s.

Frühling. Die Jahreszeit zwischen dem Ende des Winters und Beginn des Sommers – die Zeit der erwachenden Natur. Das Ende des Winterschlafes. Auch die Telcos wie Sunrise, UPC und Co. machen sich bemerkbar: Neue Produkte, mehr Leistung zu tieferen Gebühren. Highspeed Surfen mit 4G+ Was bedeutet nun für mich Highspeed Surfen mit 4G+ ? Viele Begriffe und Werte aus der Theorie; die Marketingabteilung greift tief in die Trickkiste. Bei einem Neuabschluss oder Verlängerung eines Abonnements wollen Sie eine hohe Netzstabilität, eine dichte Netzabdeckung und die beste beziehungsweise höchste Surfgeschwindigkeit. Verständlich. Die Abonnements kostet Sie monatlich eine Menge Geld. Es macht Sie trotzdem etwas stutzig, dass die Geschwindigkeit und Stabilität trotz neuem Handy oder einem Abo Neuabschluss gleichbleibend oder sogar rückläufig ist. Da sind Sie in guter Gesellschaft. Die kräftig vermarktete Highspeed 4G und 4G+ Geschwindigkeit entpuppt sich in der Praxis als Wunschdenken. Vergleichbar mit Dieselgate von Volkswagen. Begrifflichkeiten wie UMTS, HSPA, LTE Zu wissen, was im realen Nutzungsverhalten von statten geht, zeige ich die Begrifflichkeiten auf zur theoretischen Surfgeschwindigkeit. Sozusagen die Trickkiste der Telcos. Die …

Patrick Huber 24. September 2018