Autor: Patrick Huber

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Hypotheken im Alter

«Banken setzen Pensionierte mit der Kündigung der Hypothek unter Druck». Schlagzeilen, die in jüngster Zeit bei so manchen Online-Portalen zu lesen waren. Ist die Finma von neuem aktiv geworden? Dieser Artikel gibt Antworten und Einblick in das medial Aufsehen erregende Thema – «Pensionierung und Hypotheken für selbstgenutztes Wohneigentum». Inhaltsübersicht Streuung von unscharfen Informationen – Motive? Prüfung und Bewertung von Hypotheken – kurzer Exkurs Tipps und Hinweise zum Gespräch Motive erkennen – «Drohender Hausverkauf» Im Sommer hat die Schweizerische Nationalbank erneut vor Risiken bei Hypotheken gewarnt. Mit zeitlicher Verzögerung war es dann wieder da: «Tragbarkeitslücke bei Pensionierung» war zu lesen. Die Verlagshäuser publizieren auf ihren News-Portalen Artikel auf Basis von erhaltenen Medienmitteilungen. Eine möglich Quelle der Herkunft: Finanzintermediäre nach Art. 2 Abs. 3 GwG (Finma) – nämlich Personen, die Vermögenswerte helfen anzulegen. Aufmerksame Leser erkennen in den Artikeln ein wiederkehrendes, aufbauendes Schema: Schwierigkeiten hervorheben (bevorstehende Pension) und Lösungen in Form einer Pensionsierungsplanung. Was sind mögliche Motive? Durchaus denkbar, beim Leser eine monetäre Handlung auszulösen: Beratung, als auch eine Bestandeshypothek abzulösen. Mindestanforderungen bei Hypothekenfinanzierungen Die Tragbarkeitsrechnung wird …

Patrick Huber 16. Oktober 2018
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Die Revolut App, die Mobile-Only-Bank

50’000 Schweizer Kunden Das Smartphone Konto von Revolut generiert in der Schweiz reges Interesse. «50’000 Kunden in der Schweiz», so der Revolut-Mitgründer Vlad Yatsenko. Auch die Schweizer Medien entdecken die Smartphone-Only-Bank und berichten zunehmend über die Banking-App aus England. CH-IBAN für Schweizer Franken Vlad Yatsenko war kürzlich Gast und Redner am Digital Festival 2018 in Zürich. Die Handelszeitung hat mit ihm gesprochen – Revolution im Banking, Online-Artikel vom 24. September 2018. Wann kommt die Schweizer IBAN? Revolut möchte für die Schweizer Kunden bis Ende Jahr die Möglichkeit schaffen, eine persönliche CH-IBAN anzubieten.  Antwortete Vlad Yatsenko auf die Frage der Handelszeitung. Bis anhin hat Revolut die Absicht mitgeteilt, jedoch stetig ohne Angaben von Terminen. Wird es nun konkret? Digitalbanking – 24/7 Service-Leistungen Nutzer und interessierte Beobachter von Revolut kennen die vielfältigen Vorzüge eines echten Digitalbankings – unter anderem die 24/7 Verfügbarkeit von Dienstleistungen. Kürzlich musste ich eine solche Service-Leistung von Revolut beanspruchen. An einem Samstagnachmittag – wohlgemerkt: Anfrage im App-Chat – in 15 Minuten erledigt. Sperrung einer Kreditkarte – mit einem Klick erledigt, kostenlos. Ersatzbestellung der …

Patrick Huber 2. Oktober 2018
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Firmenkredite – Geld-Anlage statt Investitionen

«Die Summe der Firmenkredite wuchs nach 2008 praktisch ungebremst weiter und liegt heute rund 40 Prozent über dem Stand von vor der Krise», so die Handelszeitung in ihrem Online-Artikel vom 21. September 2018. Eine zu allgemeine Bezeichnung wie «Firmenkredite» gibt dem Leser viel Spielraum für Erstinterpretationen wie «Grossunternehmen und KMU investieren in Anlagen, Maschinen, Einrichtungen und Geschäftserweiterungen». Doch wie setzen sich Firmenkredite zusammen? Eine differenzierte Betrachtung zeigt, das Wachstum steckt in Hypotheken. Eine Verfeinerung der Aussage ist auch deshalb von Bedeutung, da sie in Zeiten eines starken Hypotheken-Wachstums und ansteigenden «Leerwohnungsbestands» von allgemeinem Interesse sein kann. Kreditarten für Unternehmen Als Quelle meiner detaillierten Betrachtung dient die Datenerhebung der Schweizerischen Nationalbank – «Positionen Bankbilanz der Geschäftsbanken». Forderungen gegenüber Kunden «Alle Forderungen, soweit nicht unter einer anderen Position ausgewiesen sowie hypothekarisch gedeckte Forderungen in Form von Kontokorrent-Krediten und Betriebskrediten.» Hypothekarforderungen «Direkte und indirekte Grundpfandforderungen in Form von Darlehen gegen Grundpfanddeckung.» Gesamtmarkt Unternehmenskredite Im 2010 hat die SNB ein Änderung der Statisik vorgenommen. Aufgrund der besseren Vergleichbarkeit umfasst die Erhebung die Jahre 2011 und 2017. Datenquelle: data.snb.ch, Unternehmenskredite …

Patrick Huber 27. September 2018
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Hypothekar-Markt Schweiz – Wachstum und Risiken

«Auch in den kommenden Monaten wird mit positiven Veränderungsraten gerechnet» oder «Hausbesitzer können beruhigt weiterschlafen: Warnungen vor Immobilienblase fast verstummt.» konnte man kürzlich lesen. Headlines, die den Lesern «alles in Butter» einsuggerieren? Oder die Ruhe vor dem Sturm? Zeit, genauer hinzuschauen. Hypotheken-Markt Schweiz – Gefahren und Risiken. Ein knackiger Dreiteiler, jetzt abrufbar: Marktvolumen und -wachstum im ersten Halbjahr 2018 Hoher Leerwohnungsbestand, steigende Objektpreise  – die wundersame Geldvermehrung, so tickt das System Kantonalbanken – Wachstum hat seinen Preis Hypotheken der Schweizer Banken Auch im ersten Halbjahr 2018 kann noch immer ein Bauboom beobachtet werden. Die rege Bautätigkeit wiederspiegelt sich in den Geschäftsvolumen der Schweizer Banken. Zunahme im ersten Halbjahr um 14,5 Mrd. Franken, +1.5% gegenüber 31.12.2017 Die Kantonalbanken haben vom Wachstum knapp 49% abgeschöpft Gesamt-Marktvolumen per 6/2018 von 988 Mrd. Franken Marktanteile: Kantonalbanken: 36,9% (+0.2 %P ggü 12/17), Raiffeisenbanken: 17,8% (+0.1 %P) Die Schweizer Banken halten rund 95 Prozent am Gesamtmarkt. Inklusive Institutionelle und Versicherungen ergibt dies ein Marktvolumen von gut 1’037 Mrd. Franken (persönliche Schätzung). Inländische Hypotheken, Kreditnutzung – auf einen Blick: Werte teilweise gerundet, …

Patrick Huber 12. September 2018
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Kantonalbank – Halbjahreszahlen 2018

Medienmitteilungen einzelner Kantonalbanken zum ersten Halbjahr 2018: «Erfolgreich entwickelt», «Kerngesund und erfolgreich» – was bedeutet erfolgreich? Erfolg ist kein eindeutiger Begriff. Ein Beispiel: Positives Halbjahresergebnis (Gewinn), während der betriebliche Erfolg negativ ist (operatives Brutto-Ergebnis). Negatives Halbjahresergebnis (Verlust), während der betriebliche Erfolg positiv ist. Zahlen unter der Lupe Ein detaillierter Blick in die publizierten Erfolgsrechnungen der Kantonalbanken und eine mehrjährige Gegenüberstellung grafisch aufbereitet – oft verlässlicher als Momentaufnahmen in Form von Wortspielereien. Auf digitalmedia.ch einsehbar – letzter Eintrag: 05.09.2018: Berner Kantonalbank Basellandschaftliche Kantonalbank Basler Kantonalbank Aargauische Kantonalbank St. Galler Kantonalbank Thurgauer Kantonalbank Luzerner Kantonalbank Laufend werden Halbjahres-Ergebnisse ausgwählter Kantonalbanken publiziert und den Erfolg mit einer Ampel visualisiert. Die Marktentwicklung der Hypotheken 2018/1. Halbjahr wird zeitnahe im Anschluss an die Veröffentlichung der Zahlen der SNB publiziert. Berner Kantonalbank, BEKB Aufbereitung Halbjahresergebnisse der Berner Kantonalbank im Mehrjahresvergleich 2016 bis 2018 – Veränderungen zur Vorjahresperiode (ER); Veränderungen Hypothekarforderungen per 30. Juni und 31. Dezember. Klicke auf das Bild um die Darstellung zu vergrössern. Kommentar Hypotheken: Die Ertragskennzahlen zeigen mehrheitlich eine negative Entwicklung: Die Verrechnung «Veränderung Zinsertrag/Zinsaufwand) zeigt auch im …

Patrick Huber 5. September 2018
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NFC-Bezahlkarten – Risiken?

«NFC-Karten: So einfach kann man Sie heute beklauen», titelte das Online-Portal nau.ch am 30. Juli 2018. Das Thema der Sicherheit ist berechtigt, inhaltlich allerdings eher gering zielführend. Nicht der Datendiebstahl ist das vermeintliche Risiko, vielmehr das PIN-freie Bezahlen lässt ein Missbrauchspotential zu. Kartenzahlung bei Diebstahl Das kontaktlose Bezahlen entspricht vergleichsweise den Risiken einer Karte ohne NFC-Funktion. Datenklau und das Abfangen einer kontaktlosen Zahlung ist nicht unmöglich, jedoch meines Erachtens im Schweizer Alltag vernachlässigbar. Die Gefahr eines Skimming-Betrugs ist beispielsweise um ein Vielfaches höher. PIN-freies Bezahlen – Risiken bei Verlust Bei Verlust der Kredit-/Debitkarte mit NFC-Funktion ist das Bezahlen bis zur Sperrung durch Drittpersonen unbeschränkt möglich. Doch wie ist die Haftung bei Missbrauch? Banken schreiben in ihren AGB: «Sofern Sie sämtliche Sorgfalts- und Mitwirkungspflichten gemäss AGB eingehalten haben, haften Sie nicht für allfällige durch Dritte missbräuchlich gemachte Transaktionen». Was tun bei einem Verlust? Geht die Maestrokarte, Mastercard oder Visa verloren und es werden missbräuchliche Transaktionen gemacht, erstatten Sie bei der Polizei ergänzend zur Bankmeldung eine Anzeige. Mit dem Gang zur Polizei rechtfertigen Sie gegenüber der Bank …

Patrick Huber 13. August 2018

Kartenzahlungen Schweiz – Transaktionsvolumen und NFC

Kredit-/Debitkarten Transaktionsvolumen Schweiz Das Transaktionsvolumen mit Debitkarten im stationären Handel liegt im 2017 bei über 750 Mio. Buchungen. Der Anteil an NFC-Bezahlungen beträgt 12 Prozent. Der Anteil NFC am Transaktionsvolumen bei Kreditkarten ist deutlich höher, nämlich 35 Prozent. NCF-fähige Karten in der Schweiz Im 2017 sind über 94% aller Kreditkarten mit der NFC-Funktion ausgestattet. Bei den Debitkarten liegt der Anteil bei knapp 51%. Die Verbreitung der Kontaktlos-Funktion bei Debitkarten hat gegenüber den Kreditkarten erst später begonnen. Die Maestro-Karte von Raiffeisen besitzt Stand heute weiterhin keine NFC-Funktion.

Patrick Huber 13. August 2018
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Mobbing im Internet – Schattenseite der Digitalisierung

Im Internet wird gelebt, gearbeitet, gelernt, informiert und vieles mehr. Wir verbringen einen immer grösseren Teil der Zeit online. Reale Welten verbinden sich mit der Virtualität. Mobbing verlagert sich vom Arbeitsplatz, Pausenplatz und Stammtisch in die virtuelle Welt. Beschimpfungen, Beleidigungen, Drohungen – Hass und Hetze (Hatespeech) sind verbreitet, jedoch oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. Cybermobbing. Die Rückseite der Digitalisierungs-Medaille. Wir sind aufgefordert, wachsam zu sein. Ein Gespräch mit Jolanda Spiess-Hegglin Cybermobbing ist nicht – wie oft angenommen – einzig und allein eine Angelegenheit der Jugend. Verschiedene Altersgruppen unterscheiden sich lediglich in der Anwendung der Medien. Jolanda Spiess-Hegglin engagiert sich im Verein #NetzCourage – the hatespeech ambulance. Ich habe Jolanda persönlich getroffen, um mehr über ihre Arbeit zu erfahren. NetzCourage – wer seid ihr, was macht ihr? Im Oktober 2016 gründeten wir den Verein #NetzCourage – the hatespeech ambulance. Ein Verein, welcher einerseits als Instrument dienen soll, den Internet-Hass in der Öffentlichkeit zu thematisieren, andererseits aber vor allem betroffenen Menschen Hilfe anbietet. Sei dies nun Hilfe bei juristischen Schritten, persönlichen Gesprächen oder durch generellen …

Patrick Huber 13. August 2018
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Der Zeit voraus – Revolut, Aldi Mobile

«Menschen sind ihrer Zeit voraus, wenn sie (…) einfache Lösungen für drängende Fragen aufzeigen», titelte die Sendung «Kulturplatz» SRF im 2016. Es gibt zahlreiche Produkte die der Zeit voraus sind. Auf meinem Blog digitalmedia.ch versuche ich frühzeitig auf nutzbringende Innovationen hinzuweisen. Gebührenvergleiche – Jährlich grüsst das Murmeltier Gebührenvergleichsportale und Online-Medien berichten wiederkehrend von möglichen Produktalternativen mit dem Ziel, Gebühren zu sparen. Abermals Produkte und Gebühren zu vergleichen ist mühsam und zeitaufwendig. Verlorene Lebenszeit. Warum nicht gleich von Beginn auf das passende Produkt setzen? Ob Gebühren sparen beim Telefonieren oder Geldausgeben – Leser von digitalmedia.ch erfahren Trends mit Mehrwert. Der Zeit voraus. Zwei Beispiele: Schweizer Kreditkartengebühren Anfang Juli 2018 hat moneyland.ch passend zur Sommerzeit die Gebühren-Analyse 2018 publiziert. Im Fokus stehen die Kreditkarten von Mastercard und Visa von Schweizer Herausgebern (Issuer) wie Swisscard, Viseca, CornèrCard. 784 Wörter beziehungsweise gut 5’300 Zeichen umfasst die Mitteilung vom 4. Juli 2018. Der tatsächliche Detailvergleich ist da noch nicht mitgezählt. Revolut Seit Sommer 2017 nutze ich für den Einkauf in Fremdwährungen (online und stationär) ausschliesslich die Mastercard von Revolut. Auch …

Patrick Huber 13. August 2018
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Android USB-Tethering mit macOS

(IT-)Support aus dem Alltag. Eine neue Artikel-Serie auf digitalmedia.ch – aus der Praxis und persönlich verwendet. Android und macOS – eine oft gut funktionierende Zweckgemeinschaft Bereits vor vielen Jahren habe ich mich aus der Welt der iPhones verabschiedet. Die Android-Technologie ist für meine mobilen Alltags-Bedürfnisse mehr als ausreichend. Der einmalige Datenumzug iOS zu Android war dazumal etwas knifflig; Das proprietäre System von Apple war und ist merklich spürbar. Heute gibt es für den Wechsel tolle Tools, die im Internet frei verfübar sind. Weiterhin nutze ich meine macOS basierenden Computer – Desktop und Notebook. Der gegenseitige Datenaustausch macOS und Android ist mittels Cloud zeitnahe und vollständig. Und gibt es in Sachen Kommunitionschnittstelle Probleme, so gibt auf fast alle Einschränkungen gute Workarounds. So kürzlich bei mir geschehen. Android USB-Tethering mit macOS nutzen Kürzlich war ich mit meinem MacBook unterwegs. Die WLAN-Verbindung war alles andere als stabil. Das Signal ist gut, denn mein Smartphone hatte eine einwandfreie Verbindung. Die Ursache liegt wohl eher an der WLAN-Hardware an meinem Mac. Kein Problem, Tethering hilft weiter – wenn Mac-Nutzer ein …

Patrick Huber 30. Mai 2018