Alle Artikel mit dem Schlagwort: Hypothek

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Hypotheken im Alter

«Banken setzen Pensionierte mit der Kündigung der Hypothek unter Druck». Schlagzeilen, die in jüngster Zeit bei so manchen Online-Portalen zu lesen waren. Ist die Finma von neuem aktiv geworden? Dieser Artikel gibt Antworten und Einblick in das medial Aufsehen erregende Thema – «Pensionierung und Hypotheken für selbstgenutztes Wohneigentum». Inhaltsübersicht Streuung von unscharfen Informationen – Motive? Prüfung und Bewertung von Hypotheken – kurzer Exkurs Tipps und Hinweise zum Gespräch Motive erkennen – «Drohender Hausverkauf» Im Sommer hat die Schweizerische Nationalbank erneut vor Risiken bei Hypotheken gewarnt. Mit zeitlicher Verzögerung war es dann wieder da: «Tragbarkeitslücke bei Pensionierung» war zu lesen. Die Verlagshäuser publizieren auf ihren News-Portalen Artikel auf Basis von erhaltenen Medienmitteilungen. Eine möglich Quelle der Herkunft: Finanzintermediäre nach Art. 2 Abs. 3 GwG (Finma) – Personen, die Vermögenswerte helfen anzulegen. Aufmerksame Leser erkennen in den Artikeln ein wiederkehrendes, aufbauendes Schema: Schwierigkeiten hervorheben (bevorstehende Pension) und Lösungen in Form einer Pensionsierungsplanung. Was sind mögliche Motive? Durchaus denkbar, beim Leser eine monetäre Handlung auszulösen: Beratung, als auch eine Bestandeshypothek abzulösen. Mindestanforderungen bei Hypothekenfinanzierungen Die Tragbarkeitsrechnung wird des …

Patrick Huber 28. November 2018
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Firmenkredite – Geld-Anlage statt Investitionen

«Die Summe der Firmenkredite wuchs nach 2008 praktisch ungebremst weiter und liegt heute rund 40 Prozent über dem Stand von vor der Krise», so die Handelszeitung in ihrem Online-Artikel vom 21. September 2018. Eine zu allgemeine Bezeichnung wie «Firmenkredite» gibt dem Leser viel Spielraum für Erstinterpretationen wie «Grossunternehmen und KMU investieren in Anlagen, Maschinen, Einrichtungen und Geschäftserweiterungen». Doch wie setzen sich Firmenkredite zusammen? Eine differenzierte Betrachtung zeigt, das Wachstum steckt in Hypotheken. Eine Verfeinerung der Aussage ist auch deshalb von Bedeutung, da sie in Zeiten eines starken Hypotheken-Wachstums und ansteigenden «Leerwohnungsbestands» von allgemeinem Interesse sein kann. Kreditarten für Unternehmen Als Quelle meiner detaillierten Betrachtung dient die Datenerhebung der Schweizerischen Nationalbank – «Positionen Bankbilanz der Geschäftsbanken». Forderungen gegenüber Kunden «Alle Forderungen, soweit nicht unter einer anderen Position ausgewiesen sowie hypothekarisch gedeckte Forderungen in Form von Kontokorrent-Krediten und Betriebskrediten.» Hypothekarforderungen «Direkte und indirekte Grundpfandforderungen in Form von Darlehen gegen Grundpfanddeckung.» Gesamtmarkt Unternehmenskredite Im 2010 hat die SNB ein Änderung der Statisik vorgenommen. Aufgrund der besseren Vergleichbarkeit umfasst die Erhebung die Jahre 2011 und 2017. Datenquelle: data.snb.ch, Unternehmenskredite …

Patrick Huber 27. September 2018
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Hypothekar-Markt Schweiz – Wachstum und Risiken

«Auch in den kommenden Monaten wird mit positiven Veränderungsraten gerechnet» oder «Hausbesitzer können beruhigt weiterschlafen: Warnungen vor Immobilienblase fast verstummt.» konnte man kürzlich lesen. Headlines, die den Lesern «alles in Butter» einsuggerieren? Oder die Ruhe vor dem Sturm? Zeit, genauer hinzuschauen. Hypotheken-Markt Schweiz – Gefahren und Risiken. Ein knackiger Dreiteiler, jetzt abrufbar: Marktvolumen und -wachstum im ersten Halbjahr 2018 Hoher Leerwohnungsbestand, steigende Objektpreise  – die wundersame Geldvermehrung, so tickt das System Kantonalbanken – Wachstum hat seinen Preis Hypotheken der Schweizer Banken Auch im ersten Halbjahr 2018 kann noch immer ein Bauboom beobachtet werden. Die rege Bautätigkeit wiederspiegelt sich in den Geschäftsvolumen der Schweizer Banken. Zunahme im ersten Halbjahr um 14,5 Mrd. Franken, +1.5% gegenüber 31.12.2017 Die Kantonalbanken haben vom Wachstum knapp 49% abgeschöpft Gesamt-Marktvolumen per 6/2018 von 988 Mrd. Franken Marktanteile: Kantonalbanken: 36,9% (+0.2 %P ggü 12/17), Raiffeisenbanken: 17,8% (+0.1 %P) Die Schweizer Banken halten rund 95 Prozent am Gesamtmarkt. Inklusive Institutionelle und Versicherungen ergibt dies ein Marktvolumen von gut 1’037 Mrd. Franken (persönliche Schätzung). Inländische Hypotheken, Kreditnutzung – auf einen Blick: Werte teilweise gerundet, …

Patrick Huber 12. September 2018
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Kantonalbank – Halbjahreszahlen 2018

Medienmitteilungen einzelner Kantonalbanken zum ersten Halbjahr 2018: «Erfolgreich entwickelt», «Kerngesund und erfolgreich» – was bedeutet erfolgreich? Erfolg ist kein eindeutiger Begriff. Ein Beispiel: Positives Halbjahresergebnis (Gewinn), während der betriebliche Erfolg negativ ist (operatives Brutto-Ergebnis). Negatives Halbjahresergebnis (Verlust), während der betriebliche Erfolg positiv ist. Zahlen unter der Lupe Ein detaillierter Blick in die publizierten Erfolgsrechnungen der Kantonalbanken und eine mehrjährige Gegenüberstellung grafisch aufbereitet – oft verlässlicher als Momentaufnahmen in Form von Wortspielereien. Auf digitalmedia.ch einsehbar – letzter Eintrag: 05.09.2018: Berner Kantonalbank Basellandschaftliche Kantonalbank Basler Kantonalbank Aargauische Kantonalbank St. Galler Kantonalbank Thurgauer Kantonalbank Luzerner Kantonalbank Laufend werden Halbjahres-Ergebnisse ausgwählter Kantonalbanken publiziert und den Erfolg mit einer Ampel visualisiert. Die Marktentwicklung der Hypotheken 2018/1. Halbjahr wird zeitnahe im Anschluss an die Veröffentlichung der Zahlen der SNB publiziert. Berner Kantonalbank, BEKB Aufbereitung Halbjahresergebnisse der Berner Kantonalbank im Mehrjahresvergleich 2016 bis 2018 – Veränderungen zur Vorjahresperiode (ER); Veränderungen Hypothekarforderungen per 30. Juni und 31. Dezember. Klicke auf das Bild um die Darstellung zu vergrössern. Kommentar Hypotheken: Die Ertragskennzahlen zeigen mehrheitlich eine negative Entwicklung: Die Verrechnung «Veränderung Zinsertrag/Zinsaufwand) zeigt auch im …

Patrick Huber 5. September 2018
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Kantonalbanken – operative Kennzahlen

Ausgewählte Kennzahlen aus Bilanz und Erfolgsrechnung, 2013–2017. Mehrjahresvergleich – Entwicklung/Veränderung, indexiert: 2013 = 100 / BKB und TKB indexiert: 2014 = 100 Basler Kantonalbank (BKB) Datenquelle: bkb.ch – Geschäftsberichte Thurgauer Kantonalbank (TKB) Datenquelle: tkb.ch – Geschäftsberichte Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) Datenquelle: blkb.ch – Geschäftsberichte Zuger Kantonalbank (ZugerKB) Datenquelle: zugerkb.ch – Geschäftsberichte Schwyzer Kantonalbank (SZKB) Datenquelle: szkb.ch – Geschäftsberichte Aargauische Kantonalbank (AKB) Datenquelle: akb.ch – Geschäftsberichte Weiterführende Informationen Hypothekarmarkt Schweiz 2017 – Marktwachstum und Kreditvolumen. Artikel auf digitalmedia.ch vom 26. Februar 2018. Kantonalbanken Jahresabschluss 2017 – Hypothekar-Volumen und Erträge. Artikel auf digitalmedia.ch vom 26. Februar 2018. Kauf Eigentumswohnung – mögliche Überlegungen. Artikel auf digitalmedia.ch vom 19. März 2017. Ad hoc Informationen auf Twitter von digitalmedia.ch  

Patrick Huber 20. November 2018
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Kantonalbank – Jahresabschluss 2017

Rückgang Zinserfolg Die Kantonalbanken erzielten im Hypothekar-Geschäft 2017 einen Zuwachs von gut 13,6 Milliarden Franken. In den Bilanzen ist unter der Rubrik «Hypothekarforderungen» das Wachstum entsprechend sichtbar. Informativer aus der Erfolgsrechnung sind die Positionen «Netto-Erfolg Zinsengeschäft» und Brutto-Erfolg Zinsengeschäft». Trotz Volumenerhöhung im Kreditgeschäft ist bei manchen Kantonalbanken das Zinsdifferenzgeschäft im Vergleich zum Vorjahr rückäufig. Hypothekar-Volumen und Erträge Kantonalbanken Ausgewählte Kantonalbanken, Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr (2017/2016): Volumensteigerung hat seinen Preis, das ist die Rückseite der Medaille: Wachstum ist kein Garant für eine positive Entwicklung der Ertragszahlen gegenüber dem Vorjahr. Die Aargauische Kantonalbank erzielte mit einem Ausleihungswachstum von +6.4 Prozent einen Rückgang im Netto-Erfolg Zinsengeschäft von -5.1 Prozent (13,6 Millionen Franken) Auch die Basellandschaftliche Kantonalbank hat gegenüber 2016 einen Rückgang im Zinserfolg um 10,1 Millionen Franken (4.4%). Gegenüberstellung Zinsertrag/Zinsaufwand Der Rückgang im Zinsgeschäft der Aargauischen, Zuger und Basellandschaftlichen ist gut sichtbar bei der Verrechnung «Zinsertrag und Zinsaufwand» im Vergleich  zum Vorjahr. Die drei Kantonalbanken weisen eine negative Entwicklung aus. Das heisst, der Rückgang im Zinsertrag ist höher als die Minderung im Zinsaufwand. Die Tabelle zeigt die …

Patrick Huber 27. Februar 2018
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Hypothekarmarkt Schweiz 2017

Hohe Bautätigkeit und Zunahme Wohnungsleerbestand im Wohnungsbau sowie ein Rückgang in der Zuwanderung (Wanderungssaldo) prägten den Schweizer Immobilienmarkt im 2017. Wie in den Vorjahren konnte das jährlich Marktwachstum der inländischen Hypotheken gehalten werden. 1. Teil: Hypothekar-Markt Schweiz – Marktvolumen und Wachstum 2. Teil: Kantonalbanken – Jahresabschluss 2017 Hypotheken Schweiz 2017 – auf einen Blick Die Schweizer Banken halten rund 95 Prozent des Hypothekarvolumens. Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den inländischen Hypothekarmarkt der Schweizer Banken. Gesamtvolumen per 31.12.2017 bei 973,9 Milliarden Franken. Mit Versicherungen und Pensionskassen: 1’023 Mrd. CHF (geschätzt). Zunahme um 25,9 Mrd. Franken, +2.7% gegenüber 2016 Die Kantonalbanken haben vom Marktwachstum gut 52 Prozent abgeschöpft. Gegenüber dem Vorjahr generierte die Raiffeisengruppe mit 4.3% den höchsten Zuwachs aller Bankengruppen. Die Kantonalbanken halten einen Marktanteil von 36.7%, +0.4 (%P) Marktwachstum Hypotheken Bank-Hypotheken Inland, Benützung. Ohne Kreditvergabe von Nicht-Banken. Werte teilweise gerundet. Werte per Jahresende (31. Dezember). Quelle: data.snb.ch CHF/Mrd. in % Anteil Martwachstum 2017 25,9 +2.7% – Kantonalbanken 13,6 +4.0% 52.4% – Raiffeisenbanken 7,2 +4.3% 27.7% – Grossbanken -0,3 -0.1% -1.3% – Regionalbanken 2,3 +2.5% …

Patrick Huber 13. August 2018
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Kauf Eigentumswohnung – mögliche Überlegungen

In der Ausgabe vom 19. März 2017 schreibt die NZZ am Sonntag, «Die betrogene Generation: Eigenheim wird für Junge unerschwinglich». Inhaltlich gibt es am Artikel nichts zu beanstanden. Vielmehr möchte ich «andere» Sichtweisen einbringen, die bei einem möglichen Immobilienkauf durchaus berechtigt sind. Anstieg Immobilienpreise Für viele Kaufinteressenten ist der Erwerb einer Immobilie mit einer hohen Eintrittshürde versehen. Die starren Finanzierungsregeln der Banken sind unter anderem verantwortlich für das Erschwernis eines Kaufes, so die zahlreichen Medien und Experten. Ursachen sind jedoch nicht die angesprochenen Finanzierungsregeln der Banken, vielmehr bestimmt der Immobilenmarkt die Regeln. Das bedeutet, die an und für sich gut angedachten Finanzierungsregeln halten nicht Schritt mit dem hohen Tempo der Preisentwicklung. Schauen wir uns am Beispiel Wetzikon die Preisentwicklung des Stockwerkeigentums an und die Bevölkerungsentwicklung der Stadt Wetzikon. Preisanstieg Eigentumswohnungen in Wetzikon um 39% Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Doch wer sind die Spielteilnehmer? Die Zuwanderung ist der wesentliche Treiber in der Nachfrage nach Wohnbedarf. Logisch, oder? Nicht ganz. Die obige Grafik zeigt, die Bevölkerungs- und Preisentwicklung geht ab 2011 sichtbar auseinander. Erklärbar ist …

Patrick Huber 24. September 2018