Alle Artikel mit dem Schlagwort: Digitalisierung

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Distanz zum Kerngeschäft – die neue Befähigung

Strassenbau und Digitalisierung «Die Verkehrskommission setzt weiter auf Beton statt Intelligenz», schrieb Jürg Grossen, Präsident der Grünliberalen Schweiz in seinem Tweet vom 6. November 2018. Die Aussage ist realbezogen und gegenwärtig: Denken im geschlossenen System. In Zeiten eines permanenten Wandels ist neues Denken Voraussetzung für neues Handeln  – Nicht durch Veredeln von Bestehendem, sondern durch grundlegendes Umdenken werden dringend nötige Problemlösungen sicht- und greifbar. Inhaltsübersicht Fähigkeit, Verbindendes zu erkennen Distruption statt Evolution Beispiel Transport for London (TfL): «Contactless to pay» Zu guter Letzt: Abwarten birgt Risiken Gemeinsamkeit – die fehlende Fähigkeit Verbindendes zu erkennen Nach Statistik ist die Weiterbildung auf einem noch nie dagewesenen hohen Niveau. Lebenslanges Lernen. Dennoch, sequentielles Denken hält sich hartnäckig: So werden beispielsweise Verkehrschaos, Stau und damit einhergehender Stress aller Beteiligten durch weiterer Ausbau des Strassennetzes bekämpft. Dem Problem selbst wird damit nichts entgegen gehalten. Flexibilisierung von Arbeitszeiten und New Work fördern und annehmen. Einfache Lösungen erkennen. Setzt jedoch eine Verhaltensänderung im Denken und Handeln voraus, auf Arbeitgeber und -nehmerseite. Hier liegt der wunde Punkt: fehlende Fähigkeiten zur Auseinandersetzung und mangelnde …

Patrick Huber 20. November 2018
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Die Revolut App, die Mobile-Only-Bank

50’000 Schweizer Kunden Das Smartphone Konto von Revolut generiert in der Schweiz reges Interesse. «50’000 Kunden in der Schweiz», so der Revolut-Mitgründer Vlad Yatsenko. Auch die Schweizer Medien entdecken die Smartphone-Only-Bank und berichten zunehmend über die Banking-App aus England. CH-IBAN für Schweizer Franken Vlad Yatsenko war kürzlich Gast und Redner am Digital Festival 2018 in Zürich. Die Handelszeitung hat mit ihm gesprochen – Revolution im Banking, Online-Artikel vom 24. September 2018. Wann kommt die Schweizer IBAN? Revolut möchte für die Schweizer Kunden bis Ende Jahr die Möglichkeit schaffen, eine persönliche CH-IBAN anzubieten.  Antwortete Vlad Yatsenko auf die Frage der Handelszeitung. Bis anhin hat Revolut die Absicht mitgeteilt, jedoch stetig ohne Angaben von Terminen. Wird es nun konkret? Digitalbanking – 24/7 Service-Leistungen Nutzer und interessierte Beobachter von Revolut kennen die vielfältigen Vorzüge eines echten Digitalbankings – unter anderem die 24/7 Verfügbarkeit von Dienstleistungen. Kürzlich musste ich eine solche Service-Leistung von Revolut beanspruchen. An einem Samstagnachmittag – wohlgemerkt: Anfrage im App-Chat – in 15 Minuten erledigt. Sperrung einer Kreditkarte – mit einem Klick erledigt, kostenlos. Ersatzbestellung der …

Patrick Huber 2. Oktober 2018
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NFC-Bezahlkarten – Risiken?

«NFC-Karten: So einfach kann man Sie heute beklauen», titelte das Online-Portal nau.ch am 30. Juli 2018. Das Thema der Sicherheit ist berechtigt, inhaltlich allerdings eher gering zielführend. Nicht der Datendiebstahl ist das vermeintliche Risiko, vielmehr das PIN-freie Bezahlen lässt ein Missbrauchspotential zu. Kartenzahlung bei Diebstahl Das kontaktlose Bezahlen entspricht vergleichsweise den Risiken einer Karte ohne NFC-Funktion. Datenklau und das Abfangen einer kontaktlosen Zahlung ist nicht unmöglich, jedoch meines Erachtens im Schweizer Alltag vernachlässigbar. Die Gefahr eines Skimming-Betrugs ist beispielsweise um ein Vielfaches höher. PIN-freies Bezahlen – Risiken bei Verlust Bei Verlust der Kredit-/Debitkarte mit NFC-Funktion ist das Bezahlen bis zur Sperrung durch Drittpersonen unbeschränkt möglich. Doch wie ist die Haftung bei Missbrauch? Banken schreiben in ihren AGB: «Sofern Sie sämtliche Sorgfalts- und Mitwirkungspflichten gemäss AGB eingehalten haben, haften Sie nicht für allfällige durch Dritte missbräuchlich gemachte Transaktionen». Was tun bei einem Verlust? Geht die Maestrokarte, Mastercard oder Visa verloren und es werden missbräuchliche Transaktionen gemacht, erstatten Sie bei der Polizei ergänzend zur Bankmeldung eine Anzeige. Mit dem Gang zur Polizei rechtfertigen Sie gegenüber der Bank …

Patrick Huber 13. August 2018
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Mobbing im Internet – Schattenseite der Digitalisierung

Im Internet wird gelebt, gearbeitet, gelernt, informiert und vieles mehr. Wir verbringen einen immer grösseren Teil der Zeit online. Reale Welten verbinden sich mit der Virtualität. Mobbing verlagert sich vom Arbeitsplatz, Pausenplatz und Stammtisch in die virtuelle Welt. Beschimpfungen, Beleidigungen, Drohungen – Hass und Hetze (Hatespeech) sind verbreitet, jedoch oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. Cybermobbing. Die Rückseite der Digitalisierungs-Medaille. Wir sind aufgefordert, wachsam zu sein. Ein Gespräch mit Jolanda Spiess-Hegglin Cybermobbing ist nicht – wie oft angenommen – einzig und allein eine Angelegenheit der Jugend. Verschiedene Altersgruppen unterscheiden sich lediglich in der Anwendung der Medien. Jolanda Spiess-Hegglin engagiert sich im Verein #NetzCourage – the hatespeech ambulance. Ich habe Jolanda persönlich getroffen, um mehr über ihre Arbeit zu erfahren. NetzCourage – wer seid ihr, was macht ihr? Im Oktober 2016 gründeten wir den Verein #NetzCourage – the hatespeech ambulance. Ein Verein, welcher einerseits als Instrument dienen soll, den Internet-Hass in der Öffentlichkeit zu thematisieren, andererseits aber vor allem betroffenen Menschen Hilfe anbietet. Sei dies nun Hilfe bei juristischen Schritten, persönlichen Gesprächen oder durch generellen …

Patrick Huber 13. August 2018
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Der Zeit voraus – Revolut, Aldi Mobile

«Menschen sind ihrer Zeit voraus, wenn sie (…) einfache Lösungen für drängende Fragen aufzeigen», titelte die Sendung «Kulturplatz» SRF im 2016. Es gibt zahlreiche Produkte die der Zeit voraus sind. Auf meinem Blog digitalmedia.ch versuche ich frühzeitig auf nutzbringende Innovationen hinzuweisen. Gebührenvergleiche – Jährlich grüsst das Murmeltier Gebührenvergleichsportale und Online-Medien berichten wiederkehrend von möglichen Produktalternativen mit dem Ziel, Gebühren zu sparen. Abermals Produkte und Gebühren zu vergleichen ist mühsam und zeitaufwendig. Verlorene Lebenszeit. Warum nicht gleich von Beginn auf das passende Produkt setzen? Ob Gebühren sparen beim Telefonieren oder Geldausgeben – Leser von digitalmedia.ch erfahren Trends mit Mehrwert. Der Zeit voraus. Zwei Beispiele: Schweizer Kreditkartengebühren Anfang Juli 2018 hat moneyland.ch passend zur Sommerzeit die Gebühren-Analyse 2018 publiziert. Im Fokus stehen die Kreditkarten von Mastercard und Visa von Schweizer Herausgebern (Issuer) wie Swisscard, Viseca, CornèrCard. 784 Wörter beziehungsweise gut 5’300 Zeichen umfasst die Mitteilung vom 4. Juli 2018. Der tatsächliche Detailvergleich ist da noch nicht mitgezählt. Revolut Seit Sommer 2017 nutze ich für den Einkauf in Fremdwährungen (online und stationär) ausschliesslich die Mastercard von Revolut. Auch …

Patrick Huber 13. August 2018
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Revolut Banking Schweiz

Seit gut einem Jahr ist die Banking-App Revolut für den Schweizer Markt wieder vollumfänglich verfügbar. Auf die Betragsserie «Revolut im Alltag» habe ich zahlreiche Zuschriften erhalten, auch die Kommentar-Funktion wurde rege genutzt. Die Frage nach der besten beziehungsweise kostengünstigsten Überweisungsart ab einem Schweizer Konto steht meist im Vordergrund der Diskussionen. So auch im Forum auf revolut.com – verständlich, «Geldwechsel zum Interbankenkurs» ist eine Kernfunktion bei Revolut. Im Ausland sind alle Schweizer Ausländer Die Überschrift (Walter Ludin) finde ich zutreffend zum Thema der Geldüberweisung und erklärt passend die Krux an der Geschichte: Unsere Einkünfte und Anlagegelder werden nun mal in Schweizer Franken geführt. Wechsel in Fremdwährungen und Geldüberweisungen ins Ausland kosten Gebühren. Wie gelangt nun das Geld zu Revolut zur persönlichen Weiternutzung? Bevorzugt ja in Schweizer Franken, um vom Interbankenkurs zu profiteren. An und für sich eine klare Sache, denkt man. Dennoch, es gibt ein, zwei Hürden. Etwas Theoriekenntnisse schafft Abhilfe. Theorie – Überweisung in Schweizer Franken Ein Konto bei Revolut wird in Schweizer Franken geführt, ist jedoch aus Sicht Schweiz ein Auslandkonto. Das heisst, die …

Patrick Huber 16. Oktober 2018

Netzneutralität fällt

Bildquelle: «Parlamentsdienste 3003 Bern» Im politischen Meinungskampf ist das Internet wichtiger denn je. Fake-News und alternative Fakten sind allgegenwärtig – jegliche politische Couleur bedient sich dessen. Politiker-/innen und (Bezahl-)Medien verlangen Massnahmen zum Schutz des Volks vor politisch-/digitaler Manipulation. Ist dies ehrlich gemeint oder bedienen sie sich selbst aus Eigeninteresse an möglichen Alternativen-Fakten? Medienkompetenz beginnt mit dem Verstehen von Texten und dem Erkennen der Motive – ausgesprochene Motive wiedergeben längst nicht die inneren (Handlungs-)Werte einer Person, eines Politikers etc. Sollte es tatsächlich so schlimm sein (Beeinflussung des Volks), wie manche Politiker und Medienhäuser darlegen, so hat meines Erachtens, die Bildungspolitik versagt. Netzneutralität bedeutet auch, uneingschränkter, selbständiger und unzensurierter Zugang zum Internet. Anhand der Vorlage «Geldspielgesetz» zeige ich auf, wie wichtig die Internet-Neutralität ist. Neues Geldspielgesetz An und für sich ist das neue Geldspielgesetz kein reines IT-/Digitalisierungs-Thema. Die Umsetzung, beziehungsweise Sicherstellung jedoch schon: Den ausländischen Anbietern wird mittels Netzsperre der Marktzugang verhindert. Im Klartext: der Aufruf eines ausländischen Online-Casinos wird uns verunmöglicht. Die Grundidee des neuen Geldspielgesetz ist gut angedacht. Nur die Umsetzung ist nicht akzeptierbar. Fakt …

Patrick Huber 13. August 2018

Digitalisierung im politischen Alltag

Bildquelle: «Parlamentsdienste 3003 Bern» Auch in der Politik ist die Digitalsierung zunehmend spürbar, beispielsweise in Form von Gesetzgebungen zur Digitalisierung (direkt/indirekt) oder von permanenter Einsicht in Geschehnisse des politischen Alltags. Die Digitalisierung ermöglicht der Gesellschaft eine gänzlich neue Einflussnahme und Einsichtnahme. Was für das Volk von Vorteil ist, kann zum Nachteil des Politikers sein – je nach Sichtweise. Der zweiteilige Artikel zeigt auf, wie die Digitalisierung einen Einfluss in den politischen Alltag der Schweiz hat: Initiativen und Referenden – parteilose Kommitees nutzen digitale Möglichkeiten. Digitalisierung schafft Transparenz – gefällt nicht immer allen. Direkte Demokratie Wir haben das letzte Wort. Ein hohes und schützenswertes Gut. Parteilose Kommitees nutzen digitale Möglichkeiten Die Digitalisierung bietet eine Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten und geht weit über bereits bekannte Anwendungsmöglichkeiten – vorausgesetzt, Einfachheit bleibt im Fokus des neuen Denkens. Referendum gegen Versicherungsspione Möglichkeiten der Digitalisierung erkennen. Einzelpersonen engagieren sich politisch und äussern sich zu einem Entscheid des Parlaments. Mit Hilfe der Digitalisierung prüfen und ergreifen die Initianten das Referendum gegen das vom Parlament verabschiedete Versicherungsgesetz. Überwachung, Versicherungsgesetz und Versicherungsspione – kurz erklärt. …

Patrick Huber 13. August 2018

RevolutZAK – Bank Cler und Revolut

Im Herbst 2017 angekündigt, nun auf dem Markt – die erste Schweizer Smartphone-Bank: «Zak» von der Bank Cler, eine Tochter der Basler Kantonalbank. Bericht vom 17. November 2017 auf digitalmedia.ch – Banking und Banken. Zeit, das Produkt der Bank Cler etwas näher anzuschauen. Auf einen direkten Vergleich mit dem Mobile-Banking von Revolut verzichte ich. Es gibt zwar Gemeinsamkeiten, dennoch trennen die beiden Welten. Mehr dazu im Abschnitt: Zak, das Schweizer Revolut? Zak – «das einfachste Banking der Schweiz» Schreibt die Bank Cler auf ihrer Landingpage. Was Cler damit meint, entzieht sich meiner Kenntnis – Einfachheit liegt im Verständnis des Anwenders. Ein Punkt vorweg: ich habe die Einladung für die Nutzung für Zak erhalten, jedoch auf einen Gebrauch verzichtet inklusive einer 30 Franken Gutschrift. Das heisst, ich kommentiere das Angebot beziehungsweise Leistungsumfang, nicht jedoch die Umsetzung der App. Ein detaillierte Umschreibung ist aus dem Produktbeschrieb der Bank Cler zu entnehmen. Toll gemacht, Zak Das Engagement der Basler Kantonalbank mit dem Produkt Zak ist löblich und speziell hervorzuheben. Erstmals gibt es von einer Schweizer Retailbank ein kostenloses …

Patrick Huber 13. August 2018
digitalisierungs-euphorie-kantonalbank

Digitalisierung im Schweizer Retailbanking

Anlässlich mancher Bilanzmedienkonferenzen versprühen die Banken eine fast noch nie dagewesene Euphorie in Sachen Digitalisierung: Kernige Botschaften und ein trendiges Auftreten der Bankvertreter sind sichtbare Zeichen an Aussenstehende – jetzt tut sich was: «Kunden können bereits heute die Digitalisierung erleben» «Mit der Digitalisierung schaffen wir Mehrwert für die Kunden» Schreibt beispielsweise die St.Galler Kantonalbank; stellvertretend als Querschnitt zahlreicher Kantonal- und Regionalbanken. Wohlgemerkt, wir befinden uns im dritten Jahr der verordneten Digitalisierungsoffensive der Banken. Zeit, etwas näher hinzuschauen. Neues Jahr, andere Einsicht Bisher war das Verhalten und die Einstellung in Sachen Digitalisierung zwiespältig – EY Bankenbarometer 2017: Die Retailbanken sehen zwar Handlungsbedarf wie Effizienzsteigerung und Kostensenkung. Doch neue Strategien, Geschäftsmodelle oder Prozesse stehen nicht im Fokus Deutliche Worte ein Jahr später – EY Bankenbarometer 2018: Digitalisierung wird eine fundamentale Auswirkung haben auf Produkte, Prozesse, Strategien etc. Die Aussage aus 2017, «Strategien, Geschäftsmodelle oder Prozesse stehen nicht im Fokus» sind im Kundenalltag heute noch Gewohnheit. Auf meinem Blog finden Sie zum «Digitalbanking Schweiz» diverse Artikel. Kontoprodukte, Funktionen und Sachleistungen, die dem Bedürfnis einer reinen Online-Geschäftsbeziehung entsprechen, sind …

Patrick Huber 28. Oktober 2018