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GeldWert

Bankprodukte und Fachleistungen – sind es IHR Geld wert? Meine Leidenschaft – Gedankengärtnerei für Ihre Finanzen.

Was ich mache

Steht ein Hauskauf mit Abschluss einer Neuhypothek bevor? Oder Ihre Hypothek läuft in einigen Monaten aus – verlängern oder ablösen?

Ich unterstütze Sie beratend zu bevorstehenden Gesprächen mit Banken und Versicherungen und mache eine Nachbetrachtung des Gesprächsverlaufs mit Offertbeurteilung – mit Fokus auf Ihre Zielbedürfnisse.

Sie bekommen

Ein Argumentarium – unterstützt Ihre Handlungsaussagen gegenüber dem Kreditgeber mit dem Ziel, Zinsabschläge zu bekommen und/oder mögliche Zinszuschläge zu kompensieren durch gezieltes hervorheben von Positivpunkten.

Nehmen Sie eine unabhängige Zweitmeinung an – Sie erhalten individuelle Informationen, die Sie von Banken so nicht hören.

GeldWert – Aktiv gestalten, Klug entscheiden und Geld sparen

Sie kennen

Gegenüber den Banken Ihren Handlungsspielraum – die ausgeschriebenen Konditionen sind Richtzinsen. Abweichungen sind die Regel: Abschlag (Rabatt) aber auch Aufschlag.

Tragbarkeit und anrechenbare Eigenmittel wiedergeben die eine Seite der Kreditkonditionen. Ergänzend bewerten die Kriterien «Kreditwürdigkeit» und «Qualität der Sicherheiten» das Kundenkreditrisiko insgesamt.

Was ich nicht mache

Ich mache keine Anlage- und Finanzierungsberatung und vermittle ebenso keine Anlage- und Finanzierungsprodukte.


Einblick in meine Arbeit – Wissen ist gut

In loser Folge publiziere ich aus dem Alltag aktuelle Themen – aus meinem Blog «Hypotheken»:

Thema – «Banken setzen Pensionierte mit der Kündigung der Hypothek unter Druck».

Hypotheken im Alter – Lassen Sie sich von den Online-Berichten nicht in die Ecke drängen

Patrick Huber 21. Januar 2019
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Bausteine zum persönlichen Digital Banking

Besser ein kleines Geschenk als ein grosses Versprechen

Die ausgerufene Digitalisierungs-Offensive der Schweizer Retailbanken – für Digitalkunden weitgehend ausgeblieben.

Spürbar sind hingegen meist inflationäre Gebührenerhöhungen, neue und kreative Gebührenpositionen und Wegfall von preislich attraktiven Bank- und Kartenprodukten.

Keine Regel ohne Ausnahme

Die Smartphone-Banken neon und Zak sind aus der Taufe gehoben und demnach lobenswürdig – die Nähe zu Schweizer Banken ist gegenwärtig; das analoge Verhalten ist unverkennbar. Partner sind: Hypothekarbank Lenzburg bei Neon, Bank Cler, Basler Kantonalbank und Viseca (Kreditkarte) bei Zak.

Artikelinhalt

Lassen sich typische Alltags-Geschäfte aussschliesslich mit einer Revolut Kreditkarte erledigen? Welches Schweizer Privatkonto passt auch preislich und ideell gut zu Revolut?

Definition Digital Banking Schweiz

Nutzbringende Funktionen und Prozesse – Einfachheit und Erlebnisse.

  • Gebührenreduktion ist für Kundenselbstbedienung ein gewichtiges Kriterium.
  • Zeitersparnisse: Onlineanträge und -bewirtschaftung statt persönliche Bankbesuche und -anrufe.
  • Bargeldverkehr auf ein Minimum reduzieren.
  • Unterstützende Funktionen und Angebote wie digitaler 24/7-Service.
  • Personelle Fachunterstützung ausschliesslich bei Bedarf.

Revolut im Schweizer Alltag

Die Banking App Revolut ist zurzeit das digitale «Mass aller Dinge». Noch geht es nicht ohne Schweizer Bank. Einzelbausteine sind vorhanden. Zeit für den Baukasten.

Ein Versuch, berücksichtigt sind obige Kriterien mit den Use-Cases:

  • Geldeingang
  • (IBAN-)Zahlungen In-/Ausland
  • Kartenzahlung In-/Ausland, online und stationär
  • Weitgehend Cashless

Die Revolut Kreditkarte

Die Einführung einer Schweizer IBAN-Bankverbindung macht die Revolut Kreditkarte weitgehend zu einer Schweizer Alltagskarte.

Die Beitragsserie auf digitalmedia.ch zur Banking-App von Revolut – seit 2017:

Kartenzahlung In-/Ausland, online und stationär

Zu Beginn im Sommer 2017 hatte ich mit der Mastercard von Revolut teils Akzeptanzschwierigkeiten, online als auch stationär. Die Zeiten sind jedoch vorbei, als beispielsweise die App der SBB die Revolut-Karte nicht akzeptierte.

Bargeldbezug

Mit dem Standardangebot von Revolut kann ich gebührenfrei an jedem beliebigen Bancomaten im Zeitraum von 30 Tagen total 200 Franken Bargeld beziehen. Im In- und Ausland. Alles was darüber geht, kostet 2% der jeweiligen Betragsauszahlung.

Ergänzende, gebührenfreie Produkte

Nutze Twint – die P2P-Funktion ermöglicht die Nutzung der Revolut Kreditkarte als Alleinkarte. Gebührenpflichtige Maestro- und Kreditkarten entfallen. Twint macht den Bancomaten.

  • Deine Freunde bezahlen in bar, du überweist deinen Anteil mit Twint
  • Frage deine Freunde nach 50 oder 100 Franken, bezahlen ihnen mit Twint den Cash-Betrag zurück

Die Cashback Kreditkarte von Swisscard ist für Revolut ein weiteres unterstützendes Produkt. Teiweise für Buchungen, die eine Betragsreservation voraussetzen wie Hotel oder Mietauto.

Die Geldlunge – das Privatkonto

Für den Geldtransfer an Revolut, für Gutschriften (Lohn, Abrechnungen etc.), Daueraufträge und allgemeine In- und Auslandzahlungen fehlt noch das Schweizer Bankkonto.

Immer mehr Banken verkaufen ihre Einzelprodukte im Paket, bestehend aus Privatkonto, Maestrokarte und Kreditkarten – Einzelprodukte (Privatkonto) wurden oft preislich unattraktiv gemacht.

Bei meiner (Kantonalbank-)Recherche ist das Servicekonto «easy» der Glarner Kantonalbank positiv auffallend:

  • Einzelprodukt für digitale Kunden, keine Vermögensbedingung
  • Digitaler Teil-Eröffnungsprozess (Identifikation)
  • Kontoführung: 1 Franken/Monat – 12 Franken/Jahr
  • Kostenlose SEPA-Zahlungen
  • Kostenlose Konto-Saldierung und Aufhebung der Geschäftsbeziehung
  • Digital-affine Kantonalbank (GLKBdirekt/Online-Finanzprodukte)
  • Unverkennbarer Glarner-Dialekt

Kann ich als Nicht-Glarner, Nicht-Ostschweizer ein Konto bei der Glarner Kantonalbank eröffnen? Ja. Auf meine schriftliche Anfrage antwortet mir Patrik Gallati, Mitglied der Geschäftsleitung der Glarner Kantonalbank:

«Ja, wir sind empfänglich für Neukunden ausserhalb unseres Kantons. Mit unseren Online-Angeboten wie bspw. hypomat.ch sind wir seit über 6 Jahren in der ganzen Deutschschweiz aktiv und haben damit schon viele ausserkantonale Kunden gewonnen. Auch unsere anderen Produkte und Dienstleistungen stehen Kunden aus der ganzen Schweiz offen.»

Ja, es geht

Revolut ist für den Schweizer Alltag ziemlich gut gerüstet. Es braucht weniger als man denkt – ein Basiskonto einer digial-engagierten Kantonalbank vervollständigt passend die Nutzung der Revolut-App.

Sparpotential

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Für Grossansicht, klicke auf das Bild

  • 440 Franken/jährlich: Revolut-Kreditkarte gegenüber einer Visa Classic Card von Swisscard.
  • Bei einem Kontowechsel (Zahlenkonto) besteht durchaus ein weiteres Sparpotential im Rahmen 50 bis 150 Franken jährlich.
  • Zu guter Letzt – Lebenszeit: Vorbei die Zeiten mit wiederkehrenden Gebührenvergleichen auf Onlineportalen. Keine Gedanken mehr aufwenden, ob nun die Bankmaestro- und -kreditkarte im Auslandgebrauch günstiger ist.

Gibt es weiter Kombinationen – Revolut / Schweizer Privatkonto? Die Leser sind auf deine Erfahrungen und Ideen gespannt; nutze bitte die Kommentarfunktion.


Weiterführende Informationen

  • Ad hoc Informationen auf Twitter von digitalmedia.ch
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Patrick Huber 18. Januar 2019

Revolut in den Schweizer Medien

Wachsende Beliebtheit – Revolut in der Schweiz

Das Smartphone Konto von Revolut generiert in der Schweiz reges Interesse. «50’000 Kunden in der Schweiz», so der Revolut-Mitgründer Vlad Yatsenko.

Auch die Schweizer Medien entdecken die Smartphone-Only-Bank und berichten zunehmend über die Banking-App aus Grossbritannien.

Die Beitragsserie auf digitalmedia.ch zur Banking-App von Revolut – seit 2017:

Revolut in den Schweizer Onlinemedien

Eine Auswahl an Berichten zu Revolut. Klicke auf den Artikeltitel um den/die Bericht/e zu lesen.

Artikel Quelle Datum
Smartphone-Banking im Praxistest Handelszeitung 21.01.2019
Kreditkarten: Ausland-Kosten sind höher als ausgewiesen Handelszeitung 17.01.2019
Smartphone-Banken starten auch in der Ostschweiz St. Galler Tagblatt 06.01.2019
Revolut wird ein wenig schweizerischer Blick 27.12.2018
Die App-Bank Revolut erhält eine europäische Banklizenz Handelszeitung 14.12.2018
Wer wird zum Amazon des Banking? NZZ 12.12.2018
Nie mehr Kreditkartengebühren im Ausland Beobachter 16.08.2018
So optimieren Sie Ihre Ferienkasse NZZ 27.06.2018
Im Ausland bezahlen: So sparen Sie Geld Cash 14.06.2018
Revolut greift Banken mit ultratiefen Gebühren an Finanz & Wirtschaft 06.02.2018

Aktualisiert: 22.01.2019


Weiterführende Informationen

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Patrick Huber 22. Januar 2019
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Revolut – die Schweizer IBAN

Schweizer Inland-Überweisung

Im September 2018 von Vlad Yatsenko angekündigt, nun passend zu Weihnachten eingeführt: Die Schweizer IBAN für (Eigen-)Überweisungen in Schweizer Franken – analog einer Inlandzahlung.

  • Der ehemalige Arbeitgeber von Vlad Yatsenko, die Credit Suisse, dient als Korrespondenzbank.
  • Das heisst, bei der jetzigen Schweizer IBAN handelt es sich noch nicht um eine persönliche Kontonummer.
  • Bei Überweisungen ist unter dem Verwendungszweck die persönliche Revolut-Referenznummer anzugeben.
  • Der Überweisungsbetrag wird dem Revolut-Konto zugewiesen.
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Screenshot Schweizer Franken-Konto | Banking-App Revolut

Der Schweizer Markt für Revolut

Revolut Nutzer müssen viel Geduld aufbringen: Zahlreiche Produktankündigungen, oft Einführungsverschiebungen. Mit der Schweizer IBAN bekräftigt Revolut die Wichtigkeit des Schweizer Markts.

Die Beitragsserie auf digitalmedia.ch zur Banking-App von Revolut – seit 2017:

Sollte die Überweisung in Schweizer Franken spesenfrei sein (die Credit Suisse erhebt als Korrespondenzbank keine Gebühren), so ist dies ein unmissverständliches Zeichen an die Schweizer Retailbanken und ihren Kreditkartenunternehmen wie Viseca und Co., über die Bücher zu gehen:

  • der Kunde als Melkkuh (Gebühren)
  • Bevormundung und Blockade in Sachen Apple Pay
  • technische Innovationen vorenthalten
Die Schweizer IBAN – die ersten Feedbacks: Spesenfrei und die Geldüberweisung ist innert zwei Bankwerktagen auf dem Revolut-Konto gutgeschrieben.

Aussichten im Kontext der Digitalisierung

Die Digitalisierung stärkt schonungslos den Käufermarkt: Nicht der Interessent bemüht sich um Angebote, vielmehr bewirbt sich der Verkäufer beim möglichen Neukunden.

Das Internet schafft Opportunitäten, die Austauschbarkeit ist gegenwärtig. Unter anderem auch für Banken heisst es, das bisherige Exklusivrecht entfällt.

Digitalisierung ist nicht per se technisch. Perfekte Interaktion und nutzbringende Lösungen stehen im Fokus.

Revolut reagiert und nutzt die Möglichkeiten der Digitalisierung im Kontext:

  • Klassische Denkmodelle zur Seite legen
  • Kunden zuhören
  • Kundenerlebnisse bieten und mitgestalten lassen
  • Community aufbauen und pflegen

Wie reagieren die Schweizer Retailbanken auf die Austauschbarkeit?

Ich beobachte im Schweizer Retail-Markt eine Lethargie in Sachen Produkt- und Leistungsinnovationen.

Aktuelles Beispiel Viseca – Funktion «Dynamisches Logo»: «Damit Sie sich schnell heimisch fühlen, erscheint die one App mit dem Logo Ihrer Bank.» – Quelle: Die one App von Viseca.

Bunte Apps und wiederkehrendes Redesign des E-Bankings sind bisher die Anworten – deutlich zu wenig.

«Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist». Henry Ford.


Weiterführende Informationen

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Patrick Huber 17. Januar 2019
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Revolut sichert sich Banklizenz

«We got a banking licence»

Pünklich zur Weihnachtszeit – die Europäische Zentralbank hat den Antrag für eine europäische Banklizenz genehmigt.

Ein gewichtiger Meilenstein ist erreicht, wenn auch noch eingeschränkt anwendbar. Revolut schreibt auf ihrem Blog vom 13. Dezember 2018:

«Now, it’s worth pointing out that nothing is going to change right away. Despite being granted with a licence, this does not automatically turn us into a bank right away.»

Was bedeutet das nun genau? Ein Versuch einer persönlichen Einordnung.

Revolut wird im 2019 die Lizenz erstmalig in Littauen anwenden; die litauische Bankenaufsicht hat Revout eine «spezialisierte Banklizenz» gewährt.

Nach und nach werden weitere europäische Landesmärkte angegangen. Bis es soweit ist, sind umfangreiche technische und fachliche Arbeiten nach Vorgaben umzusetzen.

Die Produktepipeline von Revolut

Ist die anspruchsvolle Bereitstellung gelungen, der Pilot in Littauen positiv verlaufen und die Bankenaufsicht erteilt grünes Licht, gibt es für Privatkunden zahlreiche Neuerungen:

Europäische Einlagensicherung EDIS

Guthaben bis 100’000 Euro sind künftig mit der Einlagensicherung direkt bei Revolut abgedeckt.

Zurzeit werden die Kundengelder auf Konten bei Lloyd’s oder Barclays geführt und abgesichert (GB Tier-1-Bank).

Überziehungs-/Kontokorrent-Limiten

In einem ersten Schritt wird wohl eine Art Überziehungslimite eingerichtet: Ist auf dem Revolut-Konto einmal nicht ausreichend Deckung vorhanden, wird die Kreditkarten-Transaktion in Höhe der Limite ausgeführt. Denkbar könnte auch sein, die Prepaid von Revolut wird abgelöst durch eine Kreditkarte mit Debitfunktion.

Das Angebot Privatkredit wird von Revolut ebenso angestrebt; mit wenigen Klicks und zeitnahem Online-Kreditentscheid.

Zahlungsverkehr Revolut

Revolut führt die Kundenkonti nun vollständig unter Eigenregie – Sammelkonto mit Referenznummern entfallen. Für Schweizer Revolut-Kunden bedeudet dies eine positive Weiterführung.

Die Banklizenz – Chancen für Revolut in der Schweiz

Kommt die Schweizer IBAN? Revolut möchte bekanntlich für Schweizer Kunden bis Ende Jahr die Möglichkeit schaffen, eine CH-IBAN anzubieten. Bis dato heute gibt es noch keine weiterführenden Informationen.

Seit dem 25. Dezember 2018 ist es nun soweit – die Schweizer IBAN für Überweisungen in Schweizer Franken ist da.

  • Spesenfrei
  • Gutschrift innert zwei Bankwerktagen
  • Umwege über TransferWise entfallen
  • Uneingeschränkt vom Interbankenkurs profitieren

Revolut – die bessere Wahl für Käufe in Fremdwährungen: Die wenig transparenten Umrechnungskurse und hohen Bearbeitungszuschläge von Viseca und Co. gehören der Vergangenheit an. Auch für das Bezahlen in Schweizer Franken ist Revolut nun bestens geeignet.

Revolut – die Schweizer IBAN ist da, Artikel vom 25. Dezember 2018 auf digitalmedia.ch

Eine bedeutende Änderung hat es nun dennoch gegeben: Das Sammelkonto für Swift-Überweisungen in Schweizer Franken ist weggefallen.

Obwohl es sich um eine GB-IBAN handelt, liegen die Vorteile gegenüber dem Sammelkonto auf der Hand – der Umweg über Lloyd’s oder Barclays entfällt:

  • Die Swift-Überweisung bis zur Gutschrift dürfte sich verkürzen und der Dauer einer SEPA-Zahlung entsprechen.
  • Swift-Überweisungen in CHF sind mit Gebühren verbunden. Insbesondere die Kosten auf Seite Empfängerbank von Revolut (Lloyd’s) waren meist wenig transparent.

Persönliche CH-IBAN

Hat Vlad Yatsenko wirklich von einer persönlichen Schweizer-IBAN gesprochen? Oder wurde doch eher neutral von IBAN gesprochen? Noch ist es nicht soweit; mit der jetzigen Lösung lässt es sich sehr gut leben.

Wie es auch kommt – das Angebot von Revolut vereint echtes Digitalbanking, 24/7 Service-Leistungen und tolle Kostenvorteile; die Gebühren-Exzesse von Viseca und Co. entfallen.


Weiterführende Informationen

  • Distruption Digitalbanking – Distanz zum Kerngeschäft, die neue Befähigung. Artikel auf digitalmedia.ch vom 20. November 2018.
  • Bezahlkarten mit NFC – Risiken? – «Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.» Artikel auf digitalmedia.ch vom 1. August 2018.
  • Ad hoc Informationen auf Twitter von digitalmedia.ch
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Patrick Huber 29. Dezember 2018
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Distanz zum Kerngeschäft – die neue Befähigung

Strassenbau und Digitalisierung

«Die Verkehrskommission setzt weiter auf Beton statt Intelligenz», schrieb Jürg Grossen, Präsident der Grünliberalen Schweiz in seinem Tweet vom 6. November 2018.

Die Aussage ist realbezogen und gegenwärtig: Denken im geschlossenen System.

In Zeiten eines permanenten Wandels ist neues Denken Voraussetzung für neues Handeln  – Nicht durch Veredeln von Bestehendem, sondern durch grundlegendes Umdenken werden dringend nötige Problemlösungen sicht- und greifbar.

Inhaltsübersicht

Gemeinsamkeit – die fehlende Fähigkeit Verbindendes zu erkennen

Nach Statistik ist die Weiterbildung auf einem noch nie dagewesenen hohen Niveau. Lebenslanges Lernen. Dennoch, sequentielles Denken hält sich hartnäckig: So werden beispielsweise Verkehrschaos, Stau und damit einhergehender Stress aller Beteiligten durch weiterer Ausbau des Strassennetzes bekämpft. Dem Problem selbst wird damit nichts entgegen gehalten.

Sequentielles Denken: Ausgangs- und Zielzustand sind bekannt.

Flexibilisierung von Arbeitszeiten und New Work fördern und annehmen. Einfache Lösungen erkennen. Setzt jedoch eine Verhaltensänderung im Denken und Handeln voraus, auf Arbeitgeber und -nehmerseite.

Hier liegt der wunde Punkt: fehlende Fähigkeiten zur Auseinandersetzung und mangelnde Bereitschaft zur persönlichen Verhaltensänderung.

Möglichkeiten Erkennen

Multiple Lösungvarianten (in variablen Denken) setzen ein offenes Auseinandersetzen zum Thema voraus – Zusammenhänge kennen, Inhalte verstehen, Hypothesen bilden und formulieren, diskutieren und Erkenntnisse überführen.

Abhanden gekommene Fähigkeiten: bekannte Muster reflektieren, über Alltägliches und Logisches hinausdenken. Ein Ergebnis jahrelanger Bildungssparpolitik – Philosophische Fächer wurden zurückgestuft oder gestrichen.

Digitalisierung – Distruption statt Evolution

Nicht anders verhält es sich mit der Digitalisierung. Denken im geschlossenen System: Technikverliebtheit.

Es wird inflationär digitalisiert, was das Zeug hält wie bunte Apps, Nutzung von Social Media, Selfservice-Lösungen – Bestehende werden veredelt und suggerieren einen Mehrwert. Auf Anbieterseite wird Gewohntes selten aufgegeben.

Mobiles Bezahlen – Swissness Twint

Ist für die Strasse der Beton, so ist für das Schweizer Bezahlsystem die Technikverliebtheit. Statt eine echte Transformation anzubieten, wird ein weiteres Bezahlwerkzeug auf den Markt gebracht.

Die mobilen Bezahlsysteme erbringen meines Erachtens nur geringe Ansprüche und Möglichkeiten einer echten Digitalisierung: Ob Twint (ein Art Maestrokarte im Smartphone), Google Pay oder Apple Pay (Kreditkarten). Stand heute sind es weitgehend ausführende Werkzeuge ohne intelligente Prozesslogik.

Twint – auf digitalmedia.ch erschienene Artikel

An und für sich stehen wir am Anfang in Sachen mobilen Bezahllösungen. Behaupten wird sich jener Anbieter mit den effektivsten Kundennutzen und der Bereitschaft, effizienten Wert zu schaffen.

Ein weiterer Berührungspunkt – Digitalsierung und «Beton statt Intelligenz» drängt sich auf: Bezahlen von städtischen Parkgebühren mit Twint.

Wer meint, Autos in Innenstädten sind zukunftsfähig, denkt im geschlossenen System. Über kurz oder lang ist eine nachhaltige Veränderung verpflichtend. Städte setzen aufs falsche Pferd.

Contactless to pay – Beispiel Transport for London (TfL)

Ein Beispiel einer gelungenen Transformation – zugrunde liegende intelligente Prozesslogik, aufbauend auf einem bestehenden Werkzeug: NFC.

  • Die Debit-/Kreditkarte mit NFC anstelle dem Kauf von dedizierten Tages- oder Wochentickets.
  • Karte oder Smartphone mit NFC bei Zutritt und Austritt (U-Bahn) hinhalten
  • Der beste Preis wird berechnet inklusiv Kostenmaximaldach.

Mit meiner Revolut Mastercard mit NFC-Funktion konnte ich als London-Besucher von «Contactless to pay» vorteilhaft Gebrauch machen :

    • Kauf von Papiertickets oder Oysterkarte inkl. Aufladen entfällt
    • Tarifberechnung entfällt
    • Transparente Abrechnung einsehbar auf der Revolut-App

Die Benutzer von TfL U-Bahn und Bus haben in einem hohen Mass Contactless genutzt. Die Durchdringung der Smartphone-Nutzung war sichtbar hoch. Eine Freude, eine solch hohe Akzeptanz zu sehen.

Auf digitalmedia.ch gibt es eine Beitragsserie zur Banking-App von Revolut.

Zu guter Letzt

Alles, was sich digitalisieren lässt, lässt sich auch vernetzen. Und dadurch auch automatisieren, nämlich gänzliche Prozessketten. Eine Reihe von Studien belegt, Kunden wollen eine Vielzahl von Prozessen selbst in die Hand nehmen. Prozesse sind bis dato wenig aus Kundensicht aufgebaut.

Selbst die angebotenen Kommunikationskanäle werden in Teilen nicht mediengerecht bedient: Reaktionszeiten von Minuten oder Stunden werden vorausgesetzt, nicht aber Tagen.

Noch verwalten die Unternehmen. Doch der Kunde wird mit seinem Verhalten vermehrt direkten Einluss nehmen auf das Verhalten der Anbieter und Unternehmen.

Wandel der Unternehmenskultur, Neudenken und in Bewegung bleiben – Befähigung für Management und Mitarbeitende.


Weiterführende Informationen

  • Bezahlkarten mit NFC – Risiken? – «Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.» Artikel auf digitalmedia.ch vom 1. August 2018.
  • Kartenzahlungen Schweiz – Transaktionsvolumen Debit-/Kreditkarten. Artikel auf digitalmedia.ch vom 31. Juli 2018.
  • Ad hoc Informationen auf Twitter von digitalmedia.ch
Sie möchten Ihre Bankprodukte optimieren, eine unabhängige Zweitmeinung anhören (Privatkonto, Hypotheken, Basisprodukte) oder Sie haben eine Fachfrage? Lassen Sie uns darüber reden. Kontaktaufnahme (E-Mail).

Patrick Huber 17. Dezember 2018
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Hypotheken im Alter

«Banken setzen Pensionierte mit der Kündigung der Hypothek unter Druck». Schlagzeilen, die in jüngster Zeit bei so manchen Online-Portalen zu lesen waren.

Ist die Finma von neuem aktiv geworden? Dieser Artikel gibt Antworten und Einblick in das medial Aufsehen erregende Thema – «Pensionierung und Hypotheken für selbstgenutztes Wohneigentum».

Inhaltsübersicht

Unscharf gehaltene Informationen verunsichern und können zu Fehlhandlungen führen, für Kreditnehmer durchaus mit unerfreulichen Auswirkungen.

Motive erkennen – «Drohender Hausverkauf»

Im Sommer hat die Schweizerische Nationalbank erneut vor Risiken bei Hypotheken gewarnt. Mit zeitlicher Verzögerung war es dann wieder da: «Tragbarkeitslücke bei Pensionierung» war zu lesen.

Die Verlagshäuser publizieren auf ihren News-Portalen Artikel auf Basis von erhaltenen Medienmitteilungen. Eine möglich Quelle der Herkunft: Finanzintermediäre nach Art. 2 Abs. 3 GwG (Finma) – Personen, die Vermögenswerte helfen anzulegen.

Aufmerksame Leser erkennen in den Artikeln ein wiederkehrendes, aufbauendes Schema: Schwierigkeiten hervorheben (bevorstehende Pension) und Lösungen in Form einer Pensionsierungsplanung. Was sind mögliche Motive? Durchaus denkbar, beim Leser eine monetäre Handlung auszulösen: Beratung, als auch eine Bestandeshypothek abzulösen.

Mindestanforderungen bei Hypothekenfinanzierungen

Die Tragbarkeitsrechnung wird des Öftern mit den seit 2014 verschärften Finma-Regulierungen in Zusammenhang gebracht – was jedoch abschliessend nicht korrekt ist.

Die Tragbarkeit im Allgemeinen, die Tragbarkeit im Pensionierungsfall im Besonderen, steht jedoch nicht in direkter Verbindung mit den Mindesanforderungen der Finma. Indessen wird gerne die Tragbarkeit als möglicher Fallstrick zitiert.

Prüfung und Bewertung von Hypotheken

Tragbarkeitsberechnung

Die Tragbarkeitsprüfung sagt aus: Einnahmen und Ausgaben müssen mittelfristig und mit angemessener Wahrscheinlichkeit eintreten. Eine bevorstehende Pensionierung verändert fraglos die Einkommenssituation.

Unscharf ist eine pauschale Aussage wie: «Die Gesamtkosten dürfen ein Drittel des Einkommens nicht übersteigen».

Die «Ein-Drittel-Regelung» ist ein Grundlagenkriterium, festgehalten durch die Banken selbst.

Kalkulatorischer Zinssatz

Ebenso verhält es sich mit dem kalkulatorsichen Zinssatz. Der genaue Wert wird nicht vom staatlichen Regulator vorgegeben. Eine Bandbreite von 4,5 bis 5 Prozent ist die Regel.

Nebenkosten

Zur Tragbarkeitsberechnung werden die Nebenkosten hinzugezogen. Auch hier das identische Spiel – fast ausnahmslos wird von der «1-Prozent-Regelung» geschrieben.

Der Wert wird nicht vom Regulator vorgegeben und ebenso ist eine Anwendungsbandbreite zwischen 0,5 und 1 Prozent möglich.

Kreditenscheid – vielfältiger Kriterienkatalog

Für den Kreditenscheid wenden die Banken einen breiten Kriterienkatalog an – sodann legt das finanzierende Institut die Maximallimiten für das Verhältnis zwischen Lasten und Einnahmen fest.

Kreditwürdigkeit und -fähigkeit

Bei der Beurteilung einer Verlängerung oder Erhöhung der Hypothek, beispielsweise für eine Renovation, wird die Würdigkeit und Fähigkeit angemessen einbezogen.

Es versteht sich von selbst, die ablösende Bank kann auf dieses Kriterium nicht vollumfänglich zugreifen – Sie gelten als Neukunde. Eine Ablösung der Hypothek sollte insbesondere bei Kreditnehmern ab 55 Jahre klar zurückhaltend ins Auge gefasst werden.

++ 26.11.2018 – Raiffeisen Schweiz und andere Banken haben auf die irreführenden Medienberichte reagiert und präzisieren die Vergaberegeln neu. Raiffeisen wird gegenüber Rentnern grosszügiger, berichtet der Tagesanzeiger vom 26.11.2018. ++

Wie nun vorgehen?

Lassen Sie sich von den Online-Berichten nicht in die Ecke drängen. Auf ein Gespräch mit Finanz- und Geldberatern ist zu Beginn nicht ratsam.

Sie kennen bestens Ihre Lebens- und Finanzsituation. Angereichert mit den nachfolgenden Hinweisen kontaktieren Sie Ihren Bankberater.

Bitte lesen Sie weiter auf Seite 2 – «Tipps und Hinweise zum Gespräch».

Patrick Huber 17. Januar 2019
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Die Revolut App, die Mobile-Only-Bank

50’000 Schweizer Kunden

Das Smartphone Konto von Revolut generiert in der Schweiz reges Interesse. «50’000 Kunden in der Schweiz», so der Revolut-Mitgründer Vlad Yatsenko.

Auch die Schweizer Medien entdecken die Smartphone-Only-Bank und berichten zunehmend über die Banking-App aus England.

Auf digitalmedia.ch gibt es eine Beitragsserie zur Banking-App von Revolut.

CH-IBAN für Schweizer Franken

Vlad Yatsenko war kürzlich Gast und Redner am Digital Festival 2018 in Zürich. Die Handelszeitung hat mit ihm gesprochen – Revolution im Banking, Online-Artikel vom 24. September 2018.

Wann kommt die Schweizer IBAN? Revolut möchte für die Schweizer Kunden bis Ende Jahr die Möglichkeit schaffen, eine persönliche CH-IBAN anzubieten.  Antwortete Vlad Yatsenko auf die Frage der Handelszeitung.

Bis anhin hat Revolut die Absicht mitgeteilt, jedoch stetig ohne Angaben von Terminen. Wird es nun konkret?

Seit dem 25. Dezember 2018 ist es nun soweit – die Schweizer IBAN für Überweisungen in Schweizer Franken ist da.

  • Spesenfrei
  • Gutschrift innert zwei Bankwerktagen
  • Umwege über TransferWise entfallen
  • Uneingeschränkt vom Interbankenkurs profitieren

Revolut – die bessere Wahl für Käufe in Fremdwährungen: Die wenig transparenten Umrechnungskurse und hohen Bearbeitungszuschläge von Viseca und Co. gehören der Vergangenheit an. Auch für das Bezahlen in Schweizer Franken ist Revolut nun bestens geeignet.

Revolut – die Schweizer IBAN ist da, Artikel vom 25. Dezember 2018 auf digitalmedia.ch

Digitalbanking – 24/7 Service-Leistungen

Nutzer und interessierte Beobachter von Revolut kennen die vielfältigen Vorzüge eines echten Digitalbankings – unter anderem die 24/7 Verfügbarkeit von Dienstleistungen.

Kürzlich musste ich eine solche Service-Leistung von Revolut beanspruchen. An einem Samstagnachmittag – wohlgemerkt:

  • Anfrage im App-Chat – in 15 Minuten erledigt.
  • Sperrung einer Kreditkarte – mit einem Klick erledigt, kostenlos.
  • Ersatzbestellung der Kreditkarte – in einer Minute erledigt, kostenlos.
  • Express-Zustellung der Ersatzkreditkarte – zwei Werktage, kostenlos.

Echtes Digitalbanking – Gebühren und Zeit sparen, Möglichkeiten der Digitalisierung auch nutzen:

  • das Konto/die Produkte persönlich verwalten
  • Verarbeitungs-Prozesse selbständig digital anstossen
  • Zeitnahe auf Ereignis reagieren
  • Unabhängigkeit und Einfachheit

Bei Schweizer Retailbanken muss ich je nach Ereignis unterschiedliche Telefonnummern, Öffnungszeiten und Kontaktpersonen kennen und berücksichtigen. Eine zeitaufwendige Arbeit – dennoch bezahlen Kunden hohe Gebühren.

Neulich titelte blick.ch – «Gebühren-Aufschlag bei der Luzerner KB verärgert Kunden», Artikel vom 25. September 2018.

Digitalisierung ist – Reduzieren auf das Wesentliche. Einfachheit. Nutzbringend.

Lesenswert – Digitalbanking Schweiz

Revolut Schweiz im Alltag

Nutzer von Revolut kontaktieren mich gelegentlich für (Support-)Auskünfte. In loser Zeitspanne wiedergebe ich meine gemachten Erfahrungen im Umgang mit Revolut – Tipps, Tricks und News.

Grundsätzliche Funktionseinschränkug

Lässt sich eine Einstellung nicht aktivieren, deaktivieren oder eine Option wird nicht angezeigt, ist eine Ab- und Anmeldung der App der erste Schritt.

Top-up Limite

Zu Beginn gibt es eine Top-up-Limite von täglich maximal 100 bis 200 Franken. Bei regelmässigen Einzahlungen und Nutzung der Mastercard/Visa erhöht sich die Top-up-Limite.

Zahlung Kreditkarte wird abgewiesen

Grundsätzlich prüfen, gibt es ein allgemeine Betriebseinschränkung. Weitere Punkte sind:

  • Ist die Kreditkarte in der App gesperrt?
  • Ist genügend (Konto-)Deckung vorhanden, ist die selbst gesetzte Karten-Limite ausreichend?
  • Sicherheits-Einstellungen prüfen, gegebenenfalls sind Optionen aktiviert/deaktiviert.
  • Es gibt POS, die blockieren Zahlungen bei aktivierter «standordbasierten Sicherheit».

Apple Pay, Google Pay

Revolut unterstützt nun offiziell das mobile Bezahlsystem Google Pay. Apple Pay ist im Vorhabenumfang enthalten, jedoch noch nicht aktiv.

Wechselkurse am Wochenende

Am Wochenende, wenn die Devisenmärkte geschlossen sind, erhebt Revolut auf den Interbankenkurs einen Aufschlag von 0,5 – 2 Prozent. Dies hängt von der jeweiligen Währung ab.


Weiterführende Informationen

  • Bezahlkarten mit NFC – Risiken? – «Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: Sie tun es.» Artikel auf digitalmedia.ch vom 1. August 2018.
  • Kartenzahlungen Schweiz – Transaktionsvolumen Debit-/Kreditkarten. Artikel auf digitalmedia.ch vom 31. Juli 2018.
  • Ad hoc Informationen auf Twitter von digitalmedia.ch
Sie möchten Ihre Bankprodukte optimieren, eine unabhängige Zweitmeinung anhören (Privatkonto, Hypotheken, Basisprodukte) oder Sie haben eine Fachfrage? Lassen Sie uns darüber reden. Kontaktaufnahme (E-Mail).

Patrick Huber 29. Dezember 2018
unternehmenskredite

Firmenkredite – Geld-Anlage statt Investitionen

«Die Summe der Firmenkredite wuchs nach 2008 praktisch ungebremst weiter und liegt heute rund 40 Prozent über dem Stand von vor der Krise», so die Handelszeitung in ihrem Online-Artikel vom 21. September 2018.

Eine zu allgemeine Bezeichnung wie «Firmenkredite» gibt dem Leser viel Spielraum für Erstinterpretationen wie «Grossunternehmen und KMU investieren in Anlagen, Maschinen, Einrichtungen und Geschäftserweiterungen».

Doch wie setzen sich Firmenkredite zusammen?

Eine differenzierte Betrachtung zeigt, das Wachstum steckt in Hypotheken.

Eine Verfeinerung der Aussage ist auch deshalb von Bedeutung, da sie in Zeiten eines starken Hypotheken-Wachstums und ansteigenden «Leerwohnungsbestands» von allgemeinem Interesse sein kann.

Kreditarten für Unternehmen

Als Quelle meiner detaillierten Betrachtung dient die Datenerhebung der Schweizerischen Nationalbank – «Positionen Bankbilanz der Geschäftsbanken».

Forderungen gegenüber Kunden

«Alle Forderungen, soweit nicht unter einer anderen Position ausgewiesen sowie hypothekarisch gedeckte Forderungen in Form von Kontokorrent-Krediten und Betriebskrediten.»

Hypothekarforderungen

«Direkte und indirekte Grundpfandforderungen in Form von Darlehen gegen Grundpfanddeckung.»

Gesamtmarkt Unternehmenskredite

Im 2010 hat die SNB ein Änderung der Statisik vorgenommen. Aufgrund der besseren Vergleichbarkeit umfasst die Erhebung die Jahre 2011 und 2017.

Datenquelle: data.snb.ch, Unternehmenskredite nach Betriebsgrössen, Kreditbenützung. Zugriff: 24.09.2018.

Marktvolumen

Datenbasis Jahresende. Werte in Millionen Franken.

Unternehmen Oerk Total
Unternehmenskredite insgesamt 337’893 29’046 366’939
– davon «Übrige Kredite» 98’226 27’364 125’590
– davon «Hypothekarkredite» 239’667 1’682 241’349

Gut 71% aller Kredite an Unternehmenskunden (ohne Oerk) sind Hypothekar-Darlehen (Grundpfanddeckung). 2011: 65 Prozent.

Veränderungen 2017 gegenüber 2011

Datenbasis jeweils Jahresende.

Unternehmen Oerk Total
Unternehmenskredite insgesamt +18.0% +42.6% +19.6%
– davon «Übrige Kredite» -1.7% +47.9% +6.1%
– davon «Hypothekarkredite» +28.5% -9.6% +28.1%

Das Wachstum der Kredite an Unternehmen beträgt +18 Prozent. Die Veränderung ist gänzlich der Zunahme an Hypothekarkrediten zurückzuführen.

Interessant ist die starke Zunahme der Kreditvergabe an Oerk (Übrige Kredite): +48% gegenüber 2011.

Links zum Thema

Veränderungen nach Betriebsgrösse Kreditnehmer 2017/2011

Veränderungen reine Unternehmenskunden (ohne Oerk). Datenbasis Jahresende.

Anzahl Mitarbeitende bis 9 10 bis 49 50 bis 249 ab 250
Hypothekarkredite +27.9% +37.1% +25.3% +15.5%
Übrige Kredite -27.2% +7.9% -12.8% +65.7%
– davon gedeckt -1.4% +20.8% -31.8% +77.3%
– davon ungedeckt -42.5% -1.2% +3.6% +60.6%

Hypothekarkredite

Ausnahmslos bei alles Unternehmensgrössen starke Zunahme an Hypothekarkrediten.

Übrige Kredite, Deckung
Auffallend ist der sichtbare Rückgang der Kredite bei Kleinunternehmen: –27.2%, hiervor –42.5% ungedeckte Kredite.

Bei der Kreditvergabe ohne Deckung an Grosskunden zeigen sich die Geschäftsbanken grosszügig, +60.6 Prozent.

Kreditvergabe an Kleinunternehmen
Zunahme Hypothekarkredite, Abnahme Übrige Kredite.

Ein Fachkenner einer Kantonalbank sagt hierzu: «Die Banken sind sehr vorsichtig bei der Vergabe von ungedeckten (Betriebs- und Investitions-)Krediten an KU. Anderseits wollen Kleinunternehmen trotz guter Auslastung nicht gross investieren, da sie nicht wissen, was die Zukunft bringt.»

Kreditgeber nach Bankengruppe und Kreditart

Unternehmenskunden (ohne Oerk): – Volumen per 31.12.2017, – Veränderung 2017/2011. HK = Hypothekarkredite, ÜK = Übrige Kredite.

HK-Volumen 31.12.17 HK Δ 2017/2011 ÜK-Volumen 31.12.17 ÜK Δ 2017/2011
Raiffeisenbanken 29’169 Mio. +72.0% 4’529 Mio. +115.6%
Kantonalbanken 109’764 Mio. +35.4% 28’390 Mio. -3.3%
Grossbanken 53’020 Mio. +3.5% 38’381 Mio. -13.7%
Regionalbanken 24’164 Mio. +22.7% 2’885 Mio. -23.5%

Die Grossbanken halten bei den Übrigen Krediten trotz Rückgang ein Volumen von 38,4 Mrd. Franken. In relativen Zahlen hat die Raiffeisengruppe bei den Firmenkrediten den grössten Zuwachs: +72% Hypothekarkredite, +115.6% Übrige Kredite.

Wofür werden die Hyp-Kredite nun genutzt?

Die Folgerungen sind:

  1. Kauf von Rendite-Liegenschaften – KMU und Grossunternehmen als Treiber für die anhaltende Preisentwicklung im Wohnungsbau und dem Wohneigentum.
  2. Bestandeshypotheken werden infolge Neubewertung zusätzlich belehnt für nicht objektbezogene Finanzierungen: Generierung von Eigenkapital für den Kauf von (weiteren) Immobilien.
Die umfangreiche Analysetabelle «Firmenkredite» ist kostenlos erhältlich im PDF-Format. Gleich hier bestellen (E-Mail).

Weiterführende Informationen

Zweitmeinung

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Patrick Huber 27. September 2018
gefahre-risiken-immobilien

Hypothekar-Markt Schweiz – Wachstum und Risiken

«Auch in den kommenden Monaten wird mit positiven Veränderungsraten gerechnet» oder «Hausbesitzer können beruhigt weiterschlafen: Warnungen vor Immobilienblase fast verstummt.» konnte man kürzlich lesen.

Headlines, die den Lesern «alles in Butter» einsuggerieren? Oder die Ruhe vor dem Sturm? Zeit, genauer hinzuschauen. Hypotheken-Markt Schweiz – Gefahren und Risiken.

Ein knackiger Dreiteiler, jetzt abrufbar:

  1. Marktvolumen und -wachstum im ersten Halbjahr 2018
  2. Hoher Leerwohnungsbestand, steigende Objektpreise  – die wundersame Geldvermehrung, so tickt das System
  3. Kantonalbanken – Wachstum hat seinen Preis

Hypotheken der Schweizer Banken

Auch im ersten Halbjahr 2018 kann noch immer ein Bauboom beobachtet werden. Die rege Bautätigkeit wiederspiegelt sich in den Geschäftsvolumen der Schweizer Banken.

  • Zunahme im ersten Halbjahr um 14,5 Mrd. Franken, +1.5% gegenüber 31.12.2017
  • Die Kantonalbanken haben vom Wachstum knapp 49% abgeschöpft
  • Gesamt-Marktvolumen per 6/2018 von 988 Mrd. Franken
  • Marktanteile: Kantonalbanken: 36,9% (+0.2 %P ggü 12/17), Raiffeisenbanken: 17,8% (+0.1 %P)

Die Schweizer Banken halten rund 95 Prozent am Gesamtmarkt. Inklusive Institutionelle und Versicherungen ergibt dies ein Marktvolumen von gut 1’037 Mrd. Franken (persönliche Schätzung).

Inländische Hypotheken, Kreditnutzung – auf einen Blick:

Werte teilweise gerundet, per 30. Juni 2018. Quelle: data.snb.ch

CHF/Mrd. in % Anteil
Martwachstum 1. Hj. 2018
14,5 +1.5%
– Kantonalbanken 7,0 +2.0% 48.7%
– Raiffeisenbanken 3,6 +2.1% 25.0%
– Grossbanken 0,6 +0.2% 4.1%
– Regionalbanken 1,2 +1.2% 7.9%
– Übrige Banken 2,1 +2.3% 14.2%

Mehrjahresvergleich Markt

Bleibt das Ausleihungstempo unverändert, so wird im zweiten Halbjahr die 1’000 Mrd. Franken Grenze überschritten. Dies ergibt ein sattes Plus von 2,9% (2017: +2,7%).

– Marktvolumen in Mrd./CHF (blau) und Zuwachs in % (rot, rechts)

wachstum-hypotheken-banken

© 05.09.18 / patrick.huber@zeitbar.ch

Marktrisiken Hypotheken Schweiz

Geschäftsbanken sprechen zurzeit eher von einer abnehmenden Immobilienblase. Leichter Merkmale wie Rückgang der Arbeitslosenquote, moderate Teuerung und eine Einkommenszunahme wiedergeben jedoch nur eine Seite der Risikobeurteilung, nämlich das Kundenkreditportfolio.

Das bedeutendste Marktrisiko ist nicht ein möglicher Zinsanstieg. Vielmehr sind Wertkorrekturen im Wohnungsbau reale Negativ-Merkmale für den Gesamtmarkt.

Gegenwärtig präsent sind meines Erachtens die Merkmale:

  • Die Projektpipline im Hochbau ist proppenvoll. Auch die Projektierungstätigkeit im Wohnungsbau ist im Mehrjahresvergleich unverändert hoch.
  • Der Leerwohnungsbestand wird auch im 2018 unverändert stark ansteigen. Die Zahlen werden am 12. September 2018 publiziert. Die Credit Suisse schätzt eine Ziffer von 1,6% (2017: 1,45%): 72’000 Leerwohnungen, bei Mietwohnungen liegt die Ziffer bei 2,5 Prozent.
  • Weiterhin zurückhaltende Zuwanderung. Der Wanderungssaldo dürfte sich im 2018 bei 55’000 einpendeln.
  • Entgegen den Prognosen dürfte nach 2017 auch im 2018 die natürlich Bevölkerungsentwicklung (Geburtenüberschuss) rückläufig sein.
  • Der Kanton Zürich meldet erneut einen Rückgang in den Freihandverkäufen (Handänderungsstatistik).
Update – Leerwohnungsziffer 2018: 1.62% (1.45% Vorjahr)
72’294 Leerwohnungen, +13% bzw. +8020 Wohnungen ggü. Vorjahr
Schweizweit höchsten Ziffern im Kt. SO (2.98%) und AG (2.65%)
Quelle: Medienmitteilung Leerwohnungszählung 2018, Bundesamt für Statistik, BFS

«Warnungen vor Immobilienblase fast verstummt»

Schreibt die Raiffeisen Schweiz, Studie «Immobilien Q3/2018». Die Aussage steht unter anderem im Kontext zu den Indikatoren wie:

  • Tiefzinsphase hält noch voraussichtlich bis Ende 2019
  • Preise für Wohneigentum erreichen neue Höchststände

Abnahme des Bevölkerungswachstums (Nachfrage) und Rückgang in den quantitativen Handänderungstransaktionen im Kanton Zürich – dennoch steigen die Objektpreise. Wie ist das möglich?

Bitte weiterlesen auf Seite 2 – «Preisanstiege suggerieren einen intakten Markt».

Patrick Huber 12. September 2018