Alle Artikel in: Digitalisierung

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Distanz zum Kerngeschäft – die neue Befähigung

Strassenbau und Digitalisierung «Die Verkehrskommission setzt weiter auf Beton statt Intelligenz», schrieb Jürg Grossen, Präsident der Grünliberalen Schweiz in seinem Tweet vom 6. November 2018. Die Aussage ist realbezogen und gegenwärtig: Denken im geschlossenen System. In Zeiten eines permanenten Wandels ist neues Denken Voraussetzung für neues Handeln  – Nicht durch Veredeln von Bestehendem, sondern durch grundlegendes Umdenken werden dringend nötige Problemlösungen sicht- und greifbar. Inhaltsübersicht Fähigkeit, Verbindendes zu erkennen Distruption statt Evolution Beispiel Transport for London (TfL): «Contactless to pay» Zu guter Letzt: Abwarten birgt Risiken Gemeinsamkeit – die fehlende Fähigkeit Verbindendes zu erkennen Nach Statistik ist die Weiterbildung auf einem noch nie dagewesenen hohen Niveau. Lebenslanges Lernen. Dennoch, sequentielles Denken hält sich hartnäckig: So werden beispielsweise Verkehrschaos, Stau und damit einhergehender Stress aller Beteiligten durch weiterer Ausbau des Strassennetzes bekämpft. Dem Problem selbst wird damit nichts entgegen gehalten. Flexibilisierung von Arbeitszeiten und New Work fördern und annehmen. Einfache Lösungen erkennen. Setzt jedoch eine Verhaltensänderung im Denken und Handeln voraus, auf Arbeitgeber und -nehmerseite. Hier liegt der wunde Punkt: fehlende Fähigkeiten zur Auseinandersetzung und mangelnde …

Patrick Huber 20. November 2018
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Mobbing im Internet – Schattenseite der Digitalisierung

Im Internet wird gelebt, gearbeitet, gelernt, informiert und vieles mehr. Wir verbringen einen immer grösseren Teil der Zeit online. Reale Welten verbinden sich mit der Virtualität. Mobbing verlagert sich vom Arbeitsplatz, Pausenplatz und Stammtisch in die virtuelle Welt. Beschimpfungen, Beleidigungen, Drohungen – Hass und Hetze (Hatespeech) sind verbreitet, jedoch oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. Cybermobbing. Die Rückseite der Digitalisierungs-Medaille. Wir sind aufgefordert, wachsam zu sein. Ein Gespräch mit Jolanda Spiess-Hegglin Cybermobbing ist nicht – wie oft angenommen – einzig und allein eine Angelegenheit der Jugend. Verschiedene Altersgruppen unterscheiden sich lediglich in der Anwendung der Medien. Jolanda Spiess-Hegglin engagiert sich im Verein #NetzCourage – the hatespeech ambulance. Ich habe Jolanda persönlich getroffen, um mehr über ihre Arbeit zu erfahren. NetzCourage – wer seid ihr, was macht ihr? Im Oktober 2016 gründeten wir den Verein #NetzCourage – the hatespeech ambulance. Ein Verein, welcher einerseits als Instrument dienen soll, den Internet-Hass in der Öffentlichkeit zu thematisieren, andererseits aber vor allem betroffenen Menschen Hilfe anbietet. Sei dies nun Hilfe bei juristischen Schritten, persönlichen Gesprächen oder durch generellen …

Patrick Huber 13. August 2018

Netzneutralität fällt

Bildquelle: «Parlamentsdienste 3003 Bern» Im politischen Meinungskampf ist das Internet wichtiger denn je. Fake-News und alternative Fakten sind allgegenwärtig – jegliche politische Couleur bedient sich dessen. Politiker-/innen und (Bezahl-)Medien verlangen Massnahmen zum Schutz des Volks vor politisch-/digitaler Manipulation. Ist dies ehrlich gemeint oder bedienen sie sich selbst aus Eigeninteresse an möglichen Alternativen-Fakten? Medienkompetenz beginnt mit dem Verstehen von Texten und dem Erkennen der Motive – ausgesprochene Motive wiedergeben längst nicht die inneren (Handlungs-)Werte einer Person, eines Politikers etc. Sollte es tatsächlich so schlimm sein (Beeinflussung des Volks), wie manche Politiker und Medienhäuser darlegen, so hat meines Erachtens, die Bildungspolitik versagt. Netzneutralität bedeutet auch, uneingschränkter, selbständiger und unzensurierter Zugang zum Internet. Anhand der Vorlage «Geldspielgesetz» zeige ich auf, wie wichtig die Internet-Neutralität ist. Neues Geldspielgesetz An und für sich ist das neue Geldspielgesetz kein reines IT-/Digitalisierungs-Thema. Die Umsetzung, beziehungsweise Sicherstellung jedoch schon: Den ausländischen Anbietern wird mittels Netzsperre der Marktzugang verhindert. Im Klartext: der Aufruf eines ausländischen Online-Casinos wird uns verunmöglicht. Die Grundidee des neuen Geldspielgesetz ist gut angedacht. Nur die Umsetzung ist nicht akzeptierbar. Fakt …

Patrick Huber 13. August 2018

Digitalisierung im politischen Alltag

Bildquelle: «Parlamentsdienste 3003 Bern» Auch in der Politik ist die Digitalsierung zunehmend spürbar, beispielsweise in Form von Gesetzgebungen zur Digitalisierung (direkt/indirekt) oder von permanenter Einsicht in Geschehnisse des politischen Alltags. Die Digitalisierung ermöglicht der Gesellschaft eine gänzlich neue Einflussnahme und Einsichtnahme. Was für das Volk von Vorteil ist, kann zum Nachteil des Politikers sein – je nach Sichtweise. Der zweiteilige Artikel zeigt auf, wie die Digitalisierung einen Einfluss in den politischen Alltag der Schweiz hat: Initiativen und Referenden – parteilose Kommitees nutzen digitale Möglichkeiten. Digitalisierung schafft Transparenz – gefällt nicht immer allen. Direkte Demokratie Wir haben das letzte Wort. Ein hohes und schützenswertes Gut. Parteilose Kommitees nutzen digitale Möglichkeiten Die Digitalisierung bietet eine Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten und geht weit über bereits bekannte Anwendungsmöglichkeiten – vorausgesetzt, Einfachheit bleibt im Fokus des neuen Denkens. Referendum gegen Versicherungsspione Möglichkeiten der Digitalisierung erkennen. Einzelpersonen engagieren sich politisch und äussern sich zu einem Entscheid des Parlaments. Mit Hilfe der Digitalisierung prüfen und ergreifen die Initianten das Referendum gegen das vom Parlament verabschiedete Versicherungsgesetz. Überwachung, Versicherungsgesetz und Versicherungsspione – kurz erklärt. …

Patrick Huber 13. August 2018
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Digitalisierung im Schweizer Retailbanking

Anlässlich mancher Bilanzmedienkonferenzen versprühen die Banken eine fast noch nie dagewesene Euphorie in Sachen Digitalisierung: Kernige Botschaften und ein trendiges Auftreten der Bankvertreter sind sichtbare Zeichen an Aussenstehende – jetzt tut sich was: «Kunden können bereits heute die Digitalisierung erleben» «Mit der Digitalisierung schaffen wir Mehrwert für die Kunden» Schreibt beispielsweise die St.Galler Kantonalbank; stellvertretend als Querschnitt zahlreicher Kantonal- und Regionalbanken. Wohlgemerkt, wir befinden uns im dritten Jahr der verordneten Digitalisierungsoffensive der Banken. Zeit, etwas näher hinzuschauen. Neues Jahr, andere Einsicht Bisher war das Verhalten und die Einstellung in Sachen Digitalisierung zwiespältig – EY Bankenbarometer 2017: Die Retailbanken sehen zwar Handlungsbedarf wie Effizienzsteigerung und Kostensenkung. Doch neue Strategien, Geschäftsmodelle oder Prozesse stehen nicht im Fokus Deutliche Worte ein Jahr später – EY Bankenbarometer 2018: Digitalisierung wird eine fundamentale Auswirkung haben auf Produkte, Prozesse, Strategien etc. Die Aussage aus 2017, «Strategien, Geschäftsmodelle oder Prozesse stehen nicht im Fokus» sind im Kundenalltag heute noch Gewohnheit. Auf meinem Blog finden Sie zum «Digitalbanking Schweiz» diverse Artikel. Kontoprodukte, Funktionen und Sachleistungen, die dem Bedürfnis einer reinen Online-Geschäftsbeziehung entsprechen, sind …

Patrick Huber 28. Oktober 2018

Digitalisierung – Totengräber des Fachhandel

«Droht durch die rasante Ausbreitung des Online-Handels eine weitere Verarmung der Städte?», fragt beispielsweise die NZZ in ihrem Artikel vom 30. Mai 2017. Die Grossverteiler wiederum machen den Einkaufstourismus und Markteintritt von Aldi und Lidl für das «Lädelisterben» und somit für den Wegfall der Vielfalt an Fachgeschäften in Städten und Dörfern verantwortlich. Je nach Eigeninteressen oder einem nicht vorhanden Fehlereingeständnis sind die Gründe für den Niedergang schnell gefunden und werden medial zweckbestimmend weiterverbreitet. Im Besonderen die Grossverteiler nutzen ihre Marktdominanz und tragen dank enormen Werbebudgets ihre (Eigen-)Interessen über die Medien in die Wohnzimmer von Schweizer Konsumenten. Digitalisierung – Totengräber des Fachhandels? Ein Dreiteiler – meine persönlichen Beobachtungen und Eindrücke zum Detailhandel Schweiz: 1. Teil: Dörfer und Städte sind entleert – die Rolle von Migros und Coop 2. Teil: Globalisierung verändert Lebensgewohnheiten, Gewerbeverbände schauen in erster Linie zu sich selbst 3. Teil: Gesellschaftlich pulsierende Dörfer und Städte – Ideen zur Nachhaltigkeit statt nur mögliche Szenarien Der Onlinehandel bestätigt, was längst Gegenwart ist Der Niedergang der Vielfalt an (Fach-)Detailisten hat in den 80-er Jahren eingesetzt und sich kontinuierlich über viele Jahre fortgesetzt. «Lädelisterben», die Folge einer Marktdominanz von …

Patrick Huber 13. August 2018
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Banking und Banken

Nicht nur Nässe, Kälte und Nebel bringt uns der November. Denn die meiste Arbeit ist nun getan und die Ernte ist eingefahren. Der November,  der verkannte Monat schlechthin. So auch für zahlreiche Vertreter so mancher Retailbanken. IFZ Retail Banking-Studie 2017 Gut gibt es vom  Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) der Hochschule Luzern die alljährliche Studie zum Retail-Banking Schweiz. Eine Art Wohlfühl-Barometer zum Zustand des Schweizer Bankenmarktes. So haben sich sinnigerweise am vergangenen Donnerstag an einem grauen und nebligen Tag zahlreiche Teilnehmer an der Veranstaltung in Zug eingefunden. Der Saal füllte sich schnell mit eindeutig klarem Überhang des männlichen Geschlechts und in klassischen, dunklen Anzügen. Jedenfalls die Krawatten blieben wie gefordert zuhause im Schrank. So das Verlangen der neuen Generation der jungen CEO zweier Kantonalbanken. Zeit, die Ernte einzufahren. Licht und Glanz an einem düsteren November tut gut. Der Verfasser des Artikels hat an der Veranstaltung selbst nicht teilgenommen. Textinhalt wiedergibt unter anderem Eindrücke und Ergebnisse eines Teilnehmers (Interview, Antworten auf Fragen). Treue Kundschaft, zufriedene Banken .. lautet die Botschaft der Studie 2017 kurz zusammengetragen. Bestätigung …

Patrick Huber 13. August 2018
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MasterCard von Revolut – spielend einfach und sicher

Die Beitrags-Serie «Revolut im Alltag» umfasst drei Teile: Vorstellung Banking-App Revolut, Funktionsweise und Eröffnung. Artikel publiziert am 18.07.2017 Banking-App Revolut in der Praxis I – Geldeigenüberweisung. Artikel publiziert am 04.08.2017 Banking-App Revolut in der Praxis II – jetzt: Bezahlen mit der Debit MasterCard im In- und Ausland Die Revolut(e) Kreditkarte Ich bin begeistert. Die MasterCard von Revolut hält, was sie verspricht: die Karte lässt sich ohne jegliche Einschränkung im In- und Ausland einsetzen, schnelle Transaktionsabwicklung inklusivve. Revolutionär sind die in der App integrierten Verwaltungsfunktionen – ein wichtiger Sicherheitsaspekt. Sicher – mit der App von Revolut die Kreditkarte jederzeit selbst verwalten Verlässlich – problemlose Akzeptanz im In- und Ausland, stationär als auch online einfach – alles in einer App Informiert sein – zeitnahe Anzeige aller Kartentransaktionen mittels Push-Nachricht Geld sparen – keine Ausland-Transaktionsgebühren Die Abrechnungs-Funktionsweise der MasterCard Revolut ist ein Multiwährungskonto. Das Konto kann mit bis zu drei Zahlen-Konti genutzt werden. Wie die revolutionäre Logik funktioniert, habe ich im Artikel «Revolut.com – ein Start-up im Alltag» vom 18. Juli 2017 beschrieben. Für Schnell-Leser: Kurz zusammengefasst Bezahlt man mit der Resolut MasterCard …

Patrick Huber 13. August 2018
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Revolut – Eigenüberweisung

Die Beitrags-Serie «Revolut im Alltag» umfasst drei Teile: Vorstellung Banking-App Revolut, Funktionsweise und Eröffnung. Artikel publiziert am 18.07.2017 Jetzt: Banking-App Revolut in der Praxis I – Geldeigenüberweisung. Artikel publiziert am 04.08.2017 Banking-App Revolut in der Praxis II – Bezahlen mit der Debit MasterCard im In- und Ausland. Artikel publiziert am 14.09.2017 Überweisung von einem Schweizer Bankkonto und Kreditkarte Gebühren und Funktionsanwendung sind in Internetforen oft zitierte Themen. In der Schweiz lebende Revolut-Nutzer interessieren sich insbesondere für eine kostengünstige Überweisungsart mit Schweizer Franken. Um die Leistungen von Revolut zu nutzen, braucht es auf den Zahlen-Konti ein Geldguthaben. Hier liegt die Krux der Geschichte – denn in der Regel haben wir unser Geld auf Konti in Schweizer Franken. Mann kann es drehen und wenden wie man möchte, einen Idealweg gibt es noch nicht – kurz zusammengefasst: SEPA-Überweisung EUR ab CHF-Konto – die CH-Hausbank nimmt den Devisen-Wechsel vor, in der Regel spesenfreie Überweisung (SEPA) Swift-Überweisung CHF ab CHF-Konto – Überweisungsgebühr, dafür vorteilhafter Wechsel CHF/EUR ab Revolut Kreditkartenüberweisung – anfallende Gebühren CH-Kreditkarten als grosse Unbekannte Ein Punkt vorab: nicht Revolut bestimmt und erhebt …

Patrick Huber 13. August 2018
zahlungsverkehr-kreditkarte

Revolut.com – ein Start-up im Alltag

Digitale Bankprodukte – noch Fehlanzeige Digital-Banking steckt in der Schweiz nach wie vor in den Kinderschuhen. Der Artikel Digital-Banking 2017 – eine Übersicht zeigt den Stand der (Konto-)Digitalisierung bei ausgewählten Kantonalbanken. Schweizer Retailbanken bieten teilweise digitale Bankfunktionen wie Twint (bargeldloses Bezahlen mit dem Smartphone) oder Robo-Advisor (digitale Vermögensverwaltung). Zugrunde liegen die bekannten, analogen Bankkontoprodukte. Insgesamt sind die Angebote überschaubar. Gänzlich fehlen digitale Bankkonti mit den Merkmalen: Löslösung von der (Berater-)Bank mit Würdigung in Preis und Gebühren Einfachheit und Reduzierung auf das Wesentliche Integration von digitalen Prozessen und Funktionen Schweiz: kein Angebot, keine Nachfrage «Es gibt keine Nachfrage nach digitalen Produkten», höre ich oft von Schweizer Retailbanken. Meine Meinung ist: fehlendes Angebot verhindert die Nachfrage. Dies gilt insbesondere für das Digital-Banking, welches für viele Schweizer Bankkunden neu ist und noch keine Vergleichsmöglichkeiten haben. Das Angebot im Ausland zeigt sehr anschaulich, dass sehr wohl eine Nachfrage nach digitalen Bankleistungen vorhanden ist. «Auch in nächster Zeit sind wohl von Schweizer Retailbanken keine Konto-Innovationen zu erwarten. Zeit, sich im Ausland nach Digital-Banking umzuschauen. Meine Recherchen bestätigen meine Definition von Digital-Banking: Innovation …

Patrick Huber 13. August 2018