Alle Artikel in: Bank

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Hypotheken im Alter

«Banken setzen Pensionierte mit der Kündigung der Hypothek unter Druck». Schlagzeilen, die in jüngster Zeit bei so manchen Online-Portalen zu lesen waren. Ist die Finma von neuem aktiv geworden? Dieser Artikel gibt Antworten und Einblick in das medial Aufsehen erregende Thema – «Pensionierung und Hypotheken für selbstgenutztes Wohneigentum». Inhaltsübersicht Streuung von unscharfen Informationen – Motive? Prüfung und Bewertung von Hypotheken – kurzer Exkurs Tipps und Hinweise zum Gespräch Motive erkennen – «Drohender Hausverkauf» Im Sommer hat die Schweizerische Nationalbank erneut vor Risiken bei Hypotheken gewarnt. Mit zeitlicher Verzögerung war es dann wieder da: «Tragbarkeitslücke bei Pensionierung» war zu lesen. Die Verlagshäuser publizieren auf ihren News-Portalen Artikel auf Basis von erhaltenen Medienmitteilungen. Eine möglich Quelle der Herkunft: Finanzintermediäre nach Art. 2 Abs. 3 GwG (Finma) – Personen, die Vermögenswerte helfen anzulegen. Aufmerksame Leser erkennen in den Artikeln ein wiederkehrendes, aufbauendes Schema: Schwierigkeiten hervorheben (bevorstehende Pension) und Lösungen in Form einer Pensionsierungsplanung. Was sind mögliche Motive? Durchaus denkbar, beim Leser eine monetäre Handlung auszulösen: Beratung, als auch eine Bestandeshypothek abzulösen. Mindestanforderungen bei Hypothekenfinanzierungen Die Tragbarkeitsrechnung wird des …

Patrick Huber 28. November 2018
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Die Revolut App, die Mobile-Only-Bank

50’000 Schweizer Kunden Das Smartphone Konto von Revolut generiert in der Schweiz reges Interesse. «50’000 Kunden in der Schweiz», so der Revolut-Mitgründer Vlad Yatsenko. Auch die Schweizer Medien entdecken die Smartphone-Only-Bank und berichten zunehmend über die Banking-App aus England. CH-IBAN für Schweizer Franken Vlad Yatsenko war kürzlich Gast und Redner am Digital Festival 2018 in Zürich. Die Handelszeitung hat mit ihm gesprochen – Revolution im Banking, Online-Artikel vom 24. September 2018. Wann kommt die Schweizer IBAN? Revolut möchte für die Schweizer Kunden bis Ende Jahr die Möglichkeit schaffen, eine persönliche CH-IBAN anzubieten.  Antwortete Vlad Yatsenko auf die Frage der Handelszeitung. Bis anhin hat Revolut die Absicht mitgeteilt, jedoch stetig ohne Angaben von Terminen. Wird es nun konkret? Digitalbanking – 24/7 Service-Leistungen Nutzer und interessierte Beobachter von Revolut kennen die vielfältigen Vorzüge eines echten Digitalbankings – unter anderem die 24/7 Verfügbarkeit von Dienstleistungen. Kürzlich musste ich eine solche Service-Leistung von Revolut beanspruchen. An einem Samstagnachmittag – wohlgemerkt: Anfrage im App-Chat – in 15 Minuten erledigt. Sperrung einer Kreditkarte – mit einem Klick erledigt, kostenlos. Ersatzbestellung der …

Patrick Huber 2. Oktober 2018
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Firmenkredite – Geld-Anlage statt Investitionen

«Die Summe der Firmenkredite wuchs nach 2008 praktisch ungebremst weiter und liegt heute rund 40 Prozent über dem Stand von vor der Krise», so die Handelszeitung in ihrem Online-Artikel vom 21. September 2018. Eine zu allgemeine Bezeichnung wie «Firmenkredite» gibt dem Leser viel Spielraum für Erstinterpretationen wie «Grossunternehmen und KMU investieren in Anlagen, Maschinen, Einrichtungen und Geschäftserweiterungen». Doch wie setzen sich Firmenkredite zusammen? Eine differenzierte Betrachtung zeigt, das Wachstum steckt in Hypotheken. Eine Verfeinerung der Aussage ist auch deshalb von Bedeutung, da sie in Zeiten eines starken Hypotheken-Wachstums und ansteigenden «Leerwohnungsbestands» von allgemeinem Interesse sein kann. Kreditarten für Unternehmen Als Quelle meiner detaillierten Betrachtung dient die Datenerhebung der Schweizerischen Nationalbank – «Positionen Bankbilanz der Geschäftsbanken». Forderungen gegenüber Kunden «Alle Forderungen, soweit nicht unter einer anderen Position ausgewiesen sowie hypothekarisch gedeckte Forderungen in Form von Kontokorrent-Krediten und Betriebskrediten.» Hypothekarforderungen «Direkte und indirekte Grundpfandforderungen in Form von Darlehen gegen Grundpfanddeckung.» Gesamtmarkt Unternehmenskredite Im 2010 hat die SNB ein Änderung der Statisik vorgenommen. Aufgrund der besseren Vergleichbarkeit umfasst die Erhebung die Jahre 2011 und 2017. Datenquelle: data.snb.ch, Unternehmenskredite …

Patrick Huber 27. September 2018
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Hypothekar-Markt Schweiz – Wachstum und Risiken

«Auch in den kommenden Monaten wird mit positiven Veränderungsraten gerechnet» oder «Hausbesitzer können beruhigt weiterschlafen: Warnungen vor Immobilienblase fast verstummt.» konnte man kürzlich lesen. Headlines, die den Lesern «alles in Butter» einsuggerieren? Oder die Ruhe vor dem Sturm? Zeit, genauer hinzuschauen. Hypotheken-Markt Schweiz – Gefahren und Risiken. Ein knackiger Dreiteiler, jetzt abrufbar: Marktvolumen und -wachstum im ersten Halbjahr 2018 Hoher Leerwohnungsbestand, steigende Objektpreise  – die wundersame Geldvermehrung, so tickt das System Kantonalbanken – Wachstum hat seinen Preis Hypotheken der Schweizer Banken Auch im ersten Halbjahr 2018 kann noch immer ein Bauboom beobachtet werden. Die rege Bautätigkeit wiederspiegelt sich in den Geschäftsvolumen der Schweizer Banken. Zunahme im ersten Halbjahr um 14,5 Mrd. Franken, +1.5% gegenüber 31.12.2017 Die Kantonalbanken haben vom Wachstum knapp 49% abgeschöpft Gesamt-Marktvolumen per 6/2018 von 988 Mrd. Franken Marktanteile: Kantonalbanken: 36,9% (+0.2 %P ggü 12/17), Raiffeisenbanken: 17,8% (+0.1 %P) Die Schweizer Banken halten rund 95 Prozent am Gesamtmarkt. Inklusive Institutionelle und Versicherungen ergibt dies ein Marktvolumen von gut 1’037 Mrd. Franken (persönliche Schätzung). Inländische Hypotheken, Kreditnutzung – auf einen Blick: Werte teilweise gerundet, …

Patrick Huber 12. September 2018
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Kantonalbank – Halbjahreszahlen 2018

Medienmitteilungen einzelner Kantonalbanken zum ersten Halbjahr 2018: «Erfolgreich entwickelt», «Kerngesund und erfolgreich» – was bedeutet erfolgreich? Erfolg ist kein eindeutiger Begriff. Ein Beispiel: Positives Halbjahresergebnis (Gewinn), während der betriebliche Erfolg negativ ist (operatives Brutto-Ergebnis). Negatives Halbjahresergebnis (Verlust), während der betriebliche Erfolg positiv ist. Zahlen unter der Lupe Ein detaillierter Blick in die publizierten Erfolgsrechnungen der Kantonalbanken und eine mehrjährige Gegenüberstellung grafisch aufbereitet – oft verlässlicher als Momentaufnahmen in Form von Wortspielereien. Auf digitalmedia.ch einsehbar – letzter Eintrag: 05.09.2018: Berner Kantonalbank Basellandschaftliche Kantonalbank Basler Kantonalbank Aargauische Kantonalbank St. Galler Kantonalbank Thurgauer Kantonalbank Luzerner Kantonalbank Laufend werden Halbjahres-Ergebnisse ausgwählter Kantonalbanken publiziert und den Erfolg mit einer Ampel visualisiert. Die Marktentwicklung der Hypotheken 2018/1. Halbjahr wird zeitnahe im Anschluss an die Veröffentlichung der Zahlen der SNB publiziert. Berner Kantonalbank, BEKB Aufbereitung Halbjahresergebnisse der Berner Kantonalbank im Mehrjahresvergleich 2016 bis 2018 – Veränderungen zur Vorjahresperiode (ER); Veränderungen Hypothekarforderungen per 30. Juni und 31. Dezember. Klicke auf das Bild um die Darstellung zu vergrössern. Kommentar Hypotheken: Die Ertragskennzahlen zeigen mehrheitlich eine negative Entwicklung: Die Verrechnung «Veränderung Zinsertrag/Zinsaufwand) zeigt auch im …

Patrick Huber 5. September 2018
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NFC-Bezahlkarten – Risiken?

«NFC-Karten: So einfach kann man Sie heute beklauen», titelte das Online-Portal nau.ch am 30. Juli 2018. Das Thema der Sicherheit ist berechtigt, inhaltlich allerdings eher gering zielführend. Nicht der Datendiebstahl ist das vermeintliche Risiko, vielmehr das PIN-freie Bezahlen lässt ein Missbrauchspotential zu. Kartenzahlung bei Diebstahl Das kontaktlose Bezahlen entspricht vergleichsweise den Risiken einer Karte ohne NFC-Funktion. Datenklau und das Abfangen einer kontaktlosen Zahlung ist nicht unmöglich, jedoch meines Erachtens im Schweizer Alltag vernachlässigbar. Die Gefahr eines Skimming-Betrugs ist beispielsweise um ein Vielfaches höher. PIN-freies Bezahlen – Risiken bei Verlust Bei Verlust der Kredit-/Debitkarte mit NFC-Funktion ist das Bezahlen bis zur Sperrung durch Drittpersonen unbeschränkt möglich. Doch wie ist die Haftung bei Missbrauch? Banken schreiben in ihren AGB: «Sofern Sie sämtliche Sorgfalts- und Mitwirkungspflichten gemäss AGB eingehalten haben, haften Sie nicht für allfällige durch Dritte missbräuchlich gemachte Transaktionen». Was tun bei einem Verlust? Geht die Maestrokarte, Mastercard oder Visa verloren und es werden missbräuchliche Transaktionen gemacht, erstatten Sie bei der Polizei ergänzend zur Bankmeldung eine Anzeige. Mit dem Gang zur Polizei rechtfertigen Sie gegenüber der Bank …

Patrick Huber 13. August 2018
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Revolut Banking Schweiz

Seit gut einem Jahr ist die Banking-App Revolut für den Schweizer Markt wieder vollumfänglich verfügbar. Auf die Betragsserie «Revolut im Alltag» habe ich zahlreiche Zuschriften erhalten, auch die Kommentar-Funktion wurde rege genutzt. Die Frage nach der besten beziehungsweise kostengünstigsten Überweisungsart ab einem Schweizer Konto steht meist im Vordergrund der Diskussionen. So auch im Forum auf revolut.com – verständlich, «Geldwechsel zum Interbankenkurs» ist eine Kernfunktion bei Revolut. Im Ausland sind alle Schweizer Ausländer Die Überschrift (Walter Ludin) finde ich zutreffend zum Thema der Geldüberweisung und erklärt passend die Krux an der Geschichte: Unsere Einkünfte und Anlagegelder werden nun mal in Schweizer Franken geführt. Wechsel in Fremdwährungen und Geldüberweisungen ins Ausland kosten Gebühren. Wie gelangt nun das Geld zu Revolut zur persönlichen Weiternutzung? Bevorzugt ja in Schweizer Franken, um vom Interbankenkurs zu profiteren. An und für sich eine klare Sache, denkt man. Dennoch, es gibt ein, zwei Hürden. Etwas Theoriekenntnisse schafft Abhilfe. Theorie – Überweisung in Schweizer Franken Ein Konto bei Revolut wird in Schweizer Franken geführt, ist jedoch aus Sicht Schweiz ein Auslandkonto. Das heisst, die …

Patrick Huber 16. Oktober 2018

RevolutZAK – Bank Cler und Revolut

Im Herbst 2017 angekündigt, nun auf dem Markt – die erste Schweizer Smartphone-Bank: «Zak» von der Bank Cler, eine Tochter der Basler Kantonalbank. Bericht vom 17. November 2017 auf digitalmedia.ch – Banking und Banken. Zeit, das Produkt der Bank Cler etwas näher anzuschauen. Auf einen direkten Vergleich mit dem Mobile-Banking von Revolut verzichte ich. Es gibt zwar Gemeinsamkeiten, dennoch trennen die beiden Welten. Mehr dazu im Abschnitt: Zak, das Schweizer Revolut? Zak – «das einfachste Banking der Schweiz» Schreibt die Bank Cler auf ihrer Landingpage. Was Cler damit meint, entzieht sich meiner Kenntnis – Einfachheit liegt im Verständnis des Anwenders. Ein Punkt vorweg: ich habe die Einladung für die Nutzung für Zak erhalten, jedoch auf einen Gebrauch verzichtet inklusive einer 30 Franken Gutschrift. Das heisst, ich kommentiere das Angebot beziehungsweise Leistungsumfang, nicht jedoch die Umsetzung der App. Ein detaillierte Umschreibung ist aus dem Produktbeschrieb der Bank Cler zu entnehmen. Toll gemacht, Zak Das Engagement der Basler Kantonalbank mit dem Produkt Zak ist löblich und speziell hervorzuheben. Erstmals gibt es von einer Schweizer Retailbank ein kostenloses …

Patrick Huber 13. August 2018
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Digitalisierung im Schweizer Retailbanking

Anlässlich mancher Bilanzmedienkonferenzen versprühen die Banken eine fast noch nie dagewesene Euphorie in Sachen Digitalisierung: Kernige Botschaften und ein trendiges Auftreten der Bankvertreter sind sichtbare Zeichen an Aussenstehende – jetzt tut sich was: «Kunden können bereits heute die Digitalisierung erleben» «Mit der Digitalisierung schaffen wir Mehrwert für die Kunden» Schreibt beispielsweise die St.Galler Kantonalbank; stellvertretend als Querschnitt zahlreicher Kantonal- und Regionalbanken. Wohlgemerkt, wir befinden uns im dritten Jahr der verordneten Digitalisierungsoffensive der Banken. Zeit, etwas näher hinzuschauen. Neues Jahr, andere Einsicht Bisher war das Verhalten und die Einstellung in Sachen Digitalisierung zwiespältig – EY Bankenbarometer 2017: Die Retailbanken sehen zwar Handlungsbedarf wie Effizienzsteigerung und Kostensenkung. Doch neue Strategien, Geschäftsmodelle oder Prozesse stehen nicht im Fokus Deutliche Worte ein Jahr später – EY Bankenbarometer 2018: Digitalisierung wird eine fundamentale Auswirkung haben auf Produkte, Prozesse, Strategien etc. Die Aussage aus 2017, «Strategien, Geschäftsmodelle oder Prozesse stehen nicht im Fokus» sind im Kundenalltag heute noch Gewohnheit. Auf meinem Blog finden Sie zum «Digitalbanking Schweiz» diverse Artikel. Kontoprodukte, Funktionen und Sachleistungen, die dem Bedürfnis einer reinen Online-Geschäftsbeziehung entsprechen, sind …

Patrick Huber 28. Oktober 2018
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Kantonalbanken – operative Kennzahlen

Ausgewählte Kennzahlen aus Bilanz und Erfolgsrechnung, 2013–2017. Mehrjahresvergleich – Entwicklung/Veränderung, indexiert: 2013 = 100 / BKB und TKB indexiert: 2014 = 100 Basler Kantonalbank (BKB) Datenquelle: bkb.ch – Geschäftsberichte Thurgauer Kantonalbank (TKB) Datenquelle: tkb.ch – Geschäftsberichte Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) Datenquelle: blkb.ch – Geschäftsberichte Zuger Kantonalbank (ZugerKB) Datenquelle: zugerkb.ch – Geschäftsberichte Schwyzer Kantonalbank (SZKB) Datenquelle: szkb.ch – Geschäftsberichte Aargauische Kantonalbank (AKB) Datenquelle: akb.ch – Geschäftsberichte Weiterführende Informationen Hypothekarmarkt Schweiz 2017 – Marktwachstum und Kreditvolumen. Artikel auf digitalmedia.ch vom 26. Februar 2018. Kantonalbanken Jahresabschluss 2017 – Hypothekar-Volumen und Erträge. Artikel auf digitalmedia.ch vom 26. Februar 2018. Kauf Eigentumswohnung – mögliche Überlegungen. Artikel auf digitalmedia.ch vom 19. März 2017. Ad hoc Informationen auf Twitter von digitalmedia.ch  

Patrick Huber 20. November 2018