Autor: Patrick Huber

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Digital-Banking 2017 – eine Übersicht

Die Digitalisierung ist in den Geschäftsberichten der Kantonalbanken 2015 und 2016 ein bedeutendes Thema. Electronic-Banking gehört zum (Kunden-)Alltag. Der Zugangskanal über ein mobiles Endgerät ist mittlerweile ebenso Standard. Wie sieht es aus mit prozessunterstützenden, digitalen Funktionen? In meinem Artikel «Digitalbanking – mehr analog als digital» vom 7. Juni 2016 habe ich die zahlreichen verwendeten Begrifflichkeiten zum Digitalbanking aufgenommen und gegenübergestellt. Fazit dazumal: Ein Electronic-Banking und Mobile-Banking macht noch kein Digital-Banking. Begrifflichkeiten – eine Zuordnung Eine Differenzierung ermöglicht einerseits den digitalen und für den Kunden erkennbaren Fortschritt der Banken einzusehen. Andererseits will der Kunde einen möglichen Mehrwert erkennen, wenn er sich für den digitalen Zugangskanal entscheidet. Electronic-Banking, E-Banking und Mobile-Banking Unterschiedliche Begriffe, eine Bedeutung: Ist digitale Zugangskanal (Desktop, Mobile) zu den (Basis-)Bankleistungen wie Zahlungen tätigen, Kontoauszug ansehen und Wertschriftenhandel. Eingebunden sind meines Erachtens fast ausschliesslich «herkömmliche» Kundenbankprodukte. Die bankinterne Kundensegmentierung bleibt unberührt, ob Retailkunde, Privatkunde und Privatbanking. Die Aufnahme einer Geschäftsbeziehung, weitere Kontoeröffnungen und administrative Arbeiten erfolgen manuell und in der Regel in Papierform. Electronic-Banking ist ein Werkzeug für den Zugang und widerspiegelt nicht die digitale Affinität der Banken. Online-Banking …

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Abofalle statt Schnäppchen

In den digitalen Medien ist das Thema «Abofalle statt Schnäppchen» ein Dauerbrenner. Gut so, man kann es nicht oft genug sagen: Vorsicht vor dem «Schnäppchen». Besonders im Online-Handel ist die Gefahr gegenwärtig. Alles andere als ein Schnäppchen Alles andere als ein Schnäppchen. Was ist damit gemeint? Im Nachhinein ist man immer schlauer: der (Aktions-)Preis lockt, die Verführung ist stärker als der gewünschte Nutzen, oder das Zeug hätte ich gar nicht gebraucht die Folgekosten belasten mangelnder Konsumentenschutz, lange Vertragsbindung Der Online-Handel nutzt für ihr Business das Verhalten der menschlichen Schwäche. Unternehmen denken ökonomisch, verständlich. Aktionen und Rabatte sind nicht kostenlos, daher muss der tiefere Preis irgendwie kompensiert werden. Nämlich, lange Vertragsbindungen generieren Gebühren als Dauereinnahmequelle. Die Abofalle hat zugeschnappt. Glücklicherweise gibt es viele lobenswerte Unternehmen, die ihre Kunden und Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen. Gut so. Die Abofalle hat zugeschappt Der Online-Handel blüht; Goldrausch wie dazumal im Wilden Westen. Die Rabatte und Spezialangebote sind inflationär feststellbar. Warum das so ist, erkläre ich Ihnen. Nur bei Online-Bestellung Die verlockenden Angebote gelten auffallend oft nur bei einem Online-Abschluss. Argumentiert wird mit Kosteneinsparungen dank automatisierten und digitalen Prozessen. Meint …

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Mobiles Surfen mit bis zu 300 Mbit/s.

Frühling. Die Jahreszeit zwischen dem Ende des Winters und Beginn des Sommers – die Zeit der erwachenden Natur. Das Ende des Winterschlafes. Auch die Telcos wie Sunrise, UPC und Co. machen sich bemerkbar: Neue Produkte, mehr Leistung zu tieferen Gebühren. Highspeed Surfen mit 4G+ Was bedeutet nun für mich Highspeed Surfen mit 4G+ ? Viele Begriffe und Werte aus der Theorie; die Marketingabteilung greift tief in die Trickkiste. Bei einem Neuabschluss oder Verlängerung eines Abonnements wollen Sie eine hohe Netzstabilität, eine dichte Netzabdeckung und die beste beziehungsweise höchste Surfgeschwindigkeit. Verständlich. Die Abonnements kostet Sie monatlich eine Menge Geld. Es macht Sie trotzdem etwas stutzig, dass die Geschwindigkeit und Stabilität trotz neuem Handy oder einem Abo Neuabschluss gleichbleibend oder sogar rückläufig ist. Da sind Sie in guter Gesellschaft. Die kräftig vermarktete Highspeed 4G und 4G+ Geschwindigkeit entpuppt sich in der Praxis als Wunschdenken. Vergleichbar mit Dieselgate von Volkswagen. Begrifflichkeiten wie UMTS, HSPA, LTE Zu wissen, was im realen Nutzungsverhalten von statten geht, zeige ich die Begrifflichkeiten auf zur theoretischen Surfgeschwindigkeit. Sozusagen die Trickkiste der Telcos. Die …

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Kauf Eigentumswohnung – mögliche Überlegungen

In der Ausgabe vom 19. März 2017 schreibt die NZZ am Sonntag, «Die betrogene Generation: Eigenheim wird für Junge unerschwinglich». Inhaltlich gibt es am Artikel nichts zu beanstanden. Vielmehr möchte ich «andere» Sichtweisen einbringen, die bei einem möglichen Immobilienkauf durchaus berechtigt sind. Anstieg Immobilienpreise Für viele Kaufinteressenten ist der Erwerb einer Immobilie mit einer hohen Eintrittshürde versehen. Die starren Finanzierungsregeln der Banken sind unter anderem verantwortlich für das Erschwernis eines Kaufes, so die zahlreichen Medien und Experten. Ursachen sind jedoch nicht die angesprochenen Finanzierungsregeln der Banken, vielmehr bestimmt der Immobilenmarkt die Regeln. Das bedeutet, die an und für sich gut angedachten Finanzierungsregeln halten nicht Schritt mit dem hohen Tempo der Preisentwicklung. Schauen wir uns am Beispiel Wetzikon die Preisentwicklung des Stockwerkeigentums an und die Bevölkerungsentwicklung der Stadt Wetzikon. Preisanstieg Eigentumswohnungen in Wetzikon um 39% Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Doch wer sind die Spielteilnehmer? Die Zuwanderung ist der wesentliche Treiber in der Nachfrage nach Wohnbedarf. Logisch, oder? Nicht ganz. Die obige Grafik zeigt, die Bevölkerungs- und Preisentwicklung geht ab 2011 sichtbar auseinander. Erklärbar ist …

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Internet und Mobile: es tut sich was, Swisscom lanciert inOne

«Nur noch ein Abo für alles: mit inOne einfach kombinieren», schreibt die Swisscom  in ihrer Medienmitteilung vom 22. Februar 2017. Grund genug, das neue Angebot vereinfacht und auf einen Blick darzustellen; eine Tabelle sagt mehr als tausend Worte. Natürlich ist auch ein Vergleich zu den bisherigen Angeboten ebenfalls von Interesse. inOne – für Festnetz, Internet, TV und Mobile Eine (Teil-)Übersicht inOne – aufgeführt sind Einstiegs- und Standardprodukte. Und jetzt eine Übersicht der bisherigen Produkte – ebenfalls Teilauszug: Ein möglicher Praxisvergleich In einem Vergleich nicht nur auf den Preis schauen, denn auch der Inhalt zählt. Die Produkte «inOne» von Swisscom wurden leistungsmässig kräftig aufgepeppt. Vergleiche gestalten sich oft schwierig: Produkteigenschaften einerseits, anderseits widerspiegeln die gewählten Produkte oft nicht dem allgemeinen Nutzerverhalten. Fazit Die Geschwindigkeitsdrosselung und die hohen Preise sind bei Swisscom ein Ärgernis. Mit «inOne» kommt die Swisscom den Kunden und Interessenten deutlich entgegen. Die neuen Produktkombinationen aus «inOne» sind gegenüber den Altprodukten preislich als auch vom Leistungsumfang sehr vorteilhaft. Wird ein Mobile-Modul gewählt, sind die Preisersparnisse teilweise enorm bei deutlicher Anhebung der Surfgeschwindigkeiten. Die Qualität der Produkte zeigt sich im Verhalten des …

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Zukunft Retailbanking – ein Auslaufmodell?

In der Öffentlichkeit ist das Erfolgsmodell Retailbanking zurzeit ein stark mediales Thema. Der Grund ist nicht ausschliesslich eine mögliche Unzufriedenheit der Bankkunden, vielmehr klagen die Banken selbst über erschwerte Markt- und Rahmenbedingungen. Die Schweizer Retailbanken im Sog der Grossbanken, auf der Ertrags- als auch Aufwandseite. Haben die Banken agiert oder reagiert? Denn jede Krise hat eine Veränderung zur Folge. Marktveränderung mit Ankündigung Ein Rückblick auf die vergangenen zehn Jahren: Die Bankenkrise führte zu einer strikteren Finanzmarktregulierung. Der Steuerstreit USA-CH und EU-CH steuerte zu strengen Auflagen und zur Aufgabe des Bankgeheimnis (automatischer Informationsaustausch AIA). Aufhebung Euro Mindestkurs durch die SNB mit der Folge von Negativzinsen. Die Banken handelten strikt auf Geheiss und reagierten mit einem hohen Mass an Compliance-Instrumenten. Der hohe Verwaltungsaufwand haben die Banken kompensiert mit Erhöhungen von Bankgebühren. Teilweise haben die Banken gewisse Kundengruppen aus ihrem Portfolio gestrichen (Aufhebung der Kundenbeziehung). Fast ausschliesslich die gesamte Retailkundengruppe muss mit teuren Gebühren die Versäumnisse der Banken mittragen. Die Einführung von Negativzinsen gibt ein gemischtes Bild: Kunden mit Hypotheken profitieren überdurchschnittlich, die Sparer hingegen erhalten auf ihre …

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E-Banking Notfall – wo anrufen?

Jeder hat sich schon mal vertippt bei der Anmeldung zum E-Banking. Eins, zwei, drei, und schon ist der Zugang gesperrt. Und wie es so ist, passieren genau abends solche Dinge; noch schnell eine Zahlung tätigen. In so einer Situation ist schnelle Hilfe angebracht. Kennen Sie die Kontaktnummer Ihrer Bank? Erreichbarkeit der Banken Die Banken schliessen Geschäftsstellen mit der Begründung, die Bankgeschäfte verlagern sich in Richtung Onlinebanking. Widerspiegelt das Verhalten der Bank auch dem Kundenverhalten? Mögliche Notfälle wären: Der Zugang zum E-Banking ist gesperrt oder bei der Anmeldung ist ein ungewohntes Verhalten feststellbar. Doch wo anrufen beziehungweise wie lautet die Rufnummer? Informieren die Banken auf ihren Webseiten einfach und verständlich? Folgende Punkte fliessen in die Beobachtung ein: E-Banking Konktakt einfach auffindbar Ist die E-Banking Notfallnummer auf der Startseite publiziert beziehungsweise ist ein Hinweis auf Notfälle sichtbar. Maximalpunktvergabe: 2. Klarheit der Kontaktnummer Noch zu oft wird unterschieden zwischen Service-Line und E-Banking Auskunft, obwohl zwischenzeitlich Anfragen oft zur gleichen Organisationseinheit gelangen. Wo muss ich nun anrufen? Maximalpunktvergabe: 3 Publizierung der persönlichen/telefonischen Erreichbarkeit Wie lauten die Öffnungszeiten, lohnt sich …

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Internetauftritt der Graubündner Kantonalbank

«Graubündner Kantonalbank mit neuem Internetauftritt – mobiler, übersichtlicher und schneller zum Ziel», schreibt die Graubündner Kantonalbank in ihrer Medienmitteilung vom 4. Juli 2016. Einige IT-/PC Portale haben ebenfalls  davon Kenntnis genommen und die Medienmitteilung publiziert. Das Portal «Online PC» schreibt einen Artikel mit der Überschrift «Mobile Nutzung im Zentrum», zeichnet durch den Autor Patrick Hediger. Newsportale befüllen ihren Inhalt mit Textkonserven aus Medien- und Pressemitteilungen. Kess finde ich das Verhalten, wenn Medienmitteilungen von Fachredaktionen als eigenständige Artikel wiedergegeben werden. «Mobiler, schneller zum Ziel», schreibt die Graubündner Kantonalbank Konzentrieren wir uns auf den überarbeiteten Internetauftritt der Graubündner Kantonalbank. Design, Farbwahl, Bilder etc. ist wie so oft eine Geschmacksache; ob Gefallen oder nicht, es liegt im Auge des Betrachters. Erste Wahrnehmung Logo, Farbwahl sowie ein Bild im Slider (Open Air Lumnezia) identifiziert sich die Bank eher sparsam mit ihrem Kanton. Im Speziellen zu Kantonalbanken haben Kunden eine hohe Verbundenheit. Hierzu finde ich die Schaffhauser Kantonalbank ein gelungenes Beispiel, ohne gleich aufdringlich zu wirken. Navigation Im Hauptinhaltsbereich befindet sich nebst dem Slider eine dynamische 3-spaltige Textanzeige, entsprechend den …

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Medienhäuser Schweiz: Wandel oder Täuschung

Der Detailhandel hat den Wandel des Internets und der Digitalisierung stark zu spüren bekommen. Die Verlagerung vom klassischen Präsenzgeschäft zum Onlinehandel ist unaufhaltbar: 2010 bis 2015 legte der Onlineversandhandel insgesamt um 1,8 Milliarden Franken zu. Im 2015 bestellte Herr und Frau Schweizer Waren im Wert von 7,2 Milliarden Franken; dies ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von 7,5 Prozent. Bücher, Bekleidung und Elektronik haben die höchste Anteile an den Online-Umsätzen. Weitere Sortimente werden folgen wie Kosmetik, Möbel und Haushaltswaren. Unternehmen mit Weitblick haben früh auf die Möglichkeiten im Onlinehandel gesetzt. Digitec und Brack sind inländische Anbieter und Marktführer im Elektronik-Onlinehandel. Amazon und Zalando sind zwei Beispiele aus dem Ausland, die bezüglich Versandqualitäten neue Massstäbe gesetzt haben. Stationäre Händler wie Vögele, Schild oder PkZ ist es nicht gelungen, substantielle Online-Marktanteile zu generieren. Erfolgreiche Online-Unternehmen haben nicht nur die Zeichen der Zeit erkannt, ebenso nutzen sie die Möglichkeiten der Digitalisierung: zielgruppengerechtes Publikum ansprechen und verkaufen. Ergänzt mit top Dienstleistungen, hoher Verfügbarkeit und schneller Lieferung sind weitere unaufhaltsame Erfolgsfaktoren für den Onlinehandel. Medienhäuser und Detailhandel – wo ist …

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Apple Pay für die Schweiz: Ende für Twint?

Die Bereitstellung von Apple Pay für die Schweiz hat sich seit vergangener Woche abgezeichnet. Ebenso klar war die Partnerschaft mit Cornèr Bank als hiesigen Kartenherausgeber. Überrascht hat Apple mit Swiss Bankers – einen weiteren Kreditkartenherausgeber mit im Boot zu haben. Ein guter Entscheid mit Swiss Bankers, denn die Cornèr Bank stellt im Markt lediglich 1,4 Millionen Karten von insgesamt 6,2 Millionen Karten. Swiss Bankers ist ein Dienstleistungsunternehmen der Schweizer Banken mit den Aktionären: Verband Schweizerischer Kantonalbanken, Credit Suisse AG, Entris Banking AG, Raiffeisen Schweiz und PostFinance AG. Starke Pluspunkte für Apple Pay Mit der Unterstützung von MasterCard erhält das mobile Bezahlen (mpayments) auf einen Schlag weitere 100’000 Akzeptanzstellen wie Migros, Coop und Valora. ApplePay verschafft dem mobilen Bezahlen dank der hohen Dichte an Zahlstellen eine nachhaltige Akzeptanz. Mit der Unterstützung der NFC-Technologie nutzt Apple Pay nahtlos ein bestehendes System. Die Detailhändler müssen die Bezahlterminals für Apple Pay nicht nachrüsten. Eine weitere ideale Voraussetzung. Die EZB und Draghi geht es um das Erreichen einer Inflation. Apple tut das Gegenteil: die Flut an Apps eindämmen. Für das …